Machen Sie sich bereit für .web, die Domainendung, deren Einführung mehr als dreißig Jahre auf sich warten ließ

Am 22. Juli gab die Registry Verisign die Delegierung von .web bekannt. Die Nachricht wäre in diesem heißen Sommer fast unbemerkt geblieben. Grund dafür war das Bewerbungsfenster der neuen ICANN-Runde, das die Domainbranche in Atem hielt und am 12. August endete.

Damit steht die Einführung von .web kurz bevor – ein bedeutendes Ereignis für die Domain-Branche. Die .web-Endung wurde nämlich schon sehr früh als universell einsetzbar angesehen und hat das Potenzial, eine echte Alternative zu .com zu werden.

Diese Top-Level-Domain war schon vor der Gründung der ICANN als Kandidat im Rennen und stand später im Mittelpunkt des 2012 gestarteten Programms für neue gTLDs. Erst 2026 kommt sie nun tatsächlich auf den Markt – nach mehr als zehn Jahren Verfahrensdauer und fast dreißig Jahren Geschichte.

Ein Rückblick auf ein symbolträchtiges Projekt, das die Regeln der letzten Runde der neuen gTLDs tiefgreifend beeinflusst hat.

Eine Endung, die schon vor der ICANN erdacht wurde

Nur wenige Leser wissen, dass die Endung .web nicht erst 2012 ins Leben gerufen wurde.

Tatsächlich schlug das kalifornische Unternehmen Image Online Design (IOD) bereits 1996 eine .web-Endung auf einem alternativen DNS-System vor, das jedoch nicht in die offizielle DNS-Root integriert war. Zu dieser Zeit wollte Jon Postel, einer der Gründerväter des Internets, bereits weitere Endungen neben den historischen wie .com, .net und .org einführen. Als die ICANN jedoch im Jahr 2000 ihr erstes echtes Auswahlverfahren für neue gTLDs startete, wurde die von IOD unterstützte Endung .web nicht berücksichtigt, was das Projekt beendete.

2012: Sieben Bewerber für eine einzige Endung

Erst 2012, als die ICANN eine Reihe neuer Endungen mit offeneren Bewerbungsregeln einführte, tauchten erneut Projekte zur Schaffung einer .web-Endung auf. Die Endung .app verzeichnete damals mit 13 Bewerbungen die Rekordzahl. Besonders begehrt war jedoch auch .web: Sieben Bewerber sahen darin eine echte Alternative zu .com.

Eine Rekordauktion, die alles veränderte

Als sich 2012 mehrere Bewerber um dieselbe Endung bewarben, sahen die ICANN-Regeln zunächst eine private Beilegung des Konflikts vor. Konnte keine Einigung erzielt werden, sollte eine Auktion als letztes Mittel den Ausschlag geben. Im Fall von .web kam es zu keiner Einigung, und die am 27. und 28. Juli 2016 durchgeführte Auktion endete mit dem Sieg von Nu Dot Co für 135 Millionen Dollar – ein bis dahin beispielloser Betrag für eine neue gTLD.

Einige Tage später bestätigte Verisign, das Gebot von Nu Dot Co im Rahmen einer Vereinbarung finanziert zu haben, die vorsah, dass der Registrierungsvertrag anschließend – vorbehaltlich der Zustimmung der ICANN – auf Verisign übertragen werden könne. Diese Ankündigung leitete eine neue Phase in der Geschichte von .web ein. Mehrere Bewerber fochten den Vergabeprozess an. Gleichzeitig leitete die ICANN verschiedene Prüfschritte zur Beilegung des Verfahrens ein. Dadurch verzögerte sich die Einführung der Endung.

Warum dauerte die Einführung zehn Jahre?

Man könnte vermuten, dass die Einführung von .web anschließend durch technische Schwierigkeiten verzögert wurde. Das ist jedoch nicht der Fall. Nach der Auktion im Jahr 2016 zog sich das Verfahren über mehrere Einsprüche und Verfahren im Rahmen des Independent Review Process sowie aufeinanderfolgende Prüfungen durch die ICANN hin Diese bezogen sich insbesondere auf die Bedingungen der Transaktion, die Finanzierung des Angebots von Nu Dot Co und die wettbewerbsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Betrieb von .web. Erst nach mehreren Entscheidungen und Überprüfungen durch den ICANN-Board konnte das Vorhaben weiter vorangetrieben werden.

2026: Endlich die Einführung

Nachdem die .web-Top Level Domain im Juli 2026 schließlich in die Root-Zone delegiert wurde, tritt sie nun in ihre Einführungsphase ein, mit einer bevorstehenden Sunrise-Phase, einer Phase des vorrangigen Zugangs und anschließend der allgemeinen Verfügbarkeit zu einem noch nicht offiziell festgelegten Zeitpunkt. Verisign bereitet diese Öffnung sorgfältig vor und stützt sich dabei auf die jahrzehntelang bewährte Erfahrung mit seiner .com- und .net-Infrastruktur.

Es bleibt jedoch eine eher wirtschafltiche als technische Frage: Sind die Rahmenbedingungen im Jahr 2026 für einen solchen Start günstig? Seit der Einführung der ersten Welle neuer gTLDs hat sich die Domain-Landschaft erheblich verändert. Über tausend neue Endungen sind hinzugekommen, von denen sich einige dauerhaft etablieren konnten, wie beispielsweise .xyz, .shop oder .online. Im nächsten Jahr werden im Rahmen der Runde 2026 weitere hinzukommen. Die Endung .web profitiert daher heute von einem deutlich ausgereifteren Markt und von Registrierungsgewohnheiten, die sich weiterentwickelt haben. Kommt sie zu spät, um den Markt noch grundlegend zu verändern? Es ist wahrscheinlich noch zu früh, um das zu beurteilen. Doch eines ist sicher: Nach dreißig Jahren des Wartens verfügt die Endung .web endlich über alle Voraussetzungen, um ihre eigene Geschichte zu schreiben.

Zu einem Zeitpunkt, an dem die nächste Runde der neuen gTLDs in die Phase der Antragsprüfung eintritt, schließt die Einführung von .web symbolisch den 2012 begonnenenRunde ab. Nach mehr als einem Jahrzehnt voller Verfahren wird die Branche endlich das tatsächliche Potenzial dieser Endung einschätzen können, die lange Zeit als die einzige, die mit .com konkurrieren kann, dargestellt wurde. Gleichzeitig hat die ICANN aus diesem Fall wichtige Erkenntnisse gewonnen und die Regeln des neuen Programms entsprechend angepasst. Ziel ist es, künftige Einführungen schneller, transparenter und weniger strittig zu gestalten.

Verfolgen Sie unsere nächsten Veröffentlichungen, um die Termine und Bedingungen für die Einführung von .web zu erfahren. Ihre Berater stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Endung .dot startet: Alles, was Sie wissen müssen

Die Welt der Domainnamen wird um eine neue generische Top-Level-Domain (gTLD) bereichert: die .dot. Sie wurde speziell für Webentwickler konzipiert und verspricht, großen Anklang zu finden.

Von der Exklusivität zur Öffnung der .dot

Die .dot war ursprünglich von Google beantragt worden, wurde aber schließlich von der Firma Dish DBS Corporation erworben. Bislang war ihre Nutzung ausschließlich diesem Unternehmen und seinen Tochtergesellschaften vorbehalten. Ab dem 21. Juli kann diese Endung jedoch von akkreditierten Marken reserviert werden.

An wen richtet sich diese Endung und welche Vorteile bietet sie?

Die Endung .dot positioniert sich als Standarddomain für Entwickler, Ingenieure, Betreuer von Open-Source-Projekten, Start-ups und Technologiemarken. Ihre Anwendungen fügen sich nahtlos in das Vokabular der Entwicklung ein:

  • Persönliche Marke: Entwickler können kurze und leicht erkennbare Adressen erstellen (Vorname-Nachname.dot).
  • Infrastruktur und interne Umgebung: Die Endung bietet eine klare Strukturierung für Testumgebungen, geografische Regionen oder APIs, wie beispielsweise api.unternehmen.dot

Die .dot-Domain wird von allen wichtigen Browsern, E-Mail-Clients und Zertifizierungsstellen universell unterstützt.

Der Zeitplan für die Einführung der .dot-Domain

Um eine faire und sichere Einführung für Unternehmen zu gewährleisten, wird die Einführung der Domain-Endung in drei separate Phasen unterteilt:

  1. Sunrise-Phase (vom 21. Juli bis zum 19. Oktober 2026): Ein Zeitraum von 90 Tagen ist ausschließlich den Inhabern von im TMCH eingetragenen Marken vorbehalten, sodass diese ihren genauen Namen vor der breiten Öffentlichkeit registrieren können.
  2. Early-Access-Phase (vom 20. Oktober bis zum 1. November 2026): 13 Tage lang steht die Registrierung allen nach dem First Come, First Served Prinzip offen, allerdings mit einem degressiven Preissystem.
  3. Allgemeine Verfügbarkeit (ab dem 2. November 2026): Die Registrierung eines .dot-Domainnamens steht allen offen, sofern dieser nicht zuvor reserviert wurde.

Angesichts der besonders starken Nachfrage seitens Investoren nach generischen Begriffen für die Entwicklung (api.dot oder docs.dot) stellt diese Einführung eine interessante Chance für IT-Fachleute dar.

Nameshield begleitet Sie bei jedem Schritt des Erwerbs Ihrer .dot-Domain: Reservierung, Sicherung und Inbetriebnahme erfolgen im Rahmen eines klaren und kontrollierten Prozesses. Wenn Sie von unserer Unterstützung profitieren möchten, warten Sie nicht länger: kontaktieren Sie uns.

Einführung von .PAY: Warum sollte man sich mit defensiven Registrierungen absichern?

Amazon Registry hat sein Ökosystem kürzlich mit der Einführung der Top Level Domain „.PAY“ erweitert – eine Chance für Unternehmen, die ihre Tätigkeit klarer mit Zahlungen, Vertrauen und Conversion in Verbindung bringen möchten.

Für wen ist die .PAY-Domain gedacht?

Die Top Level Domain .PAY richtet sich in erster Linie an Unternehmen, die Online-Zahlungsdienste oder sichere Kaufprozesse anbieten. Für das Bankwesen dürfte die Einführung der .PAY-Domain von großer Bedeutung sein, da die Endung direkt mit Zahlungsprozessen, der Glaubwürdigkeit digitaler Abläufe und der Prävention von Identitätsdiebstahl zusammenhängt.

Die .PAY-Endung könnte auch für Marken von Interesse sein, die sich einen digitalen Raum sichern möchten, der mit ihrer Identität im Einklang steht, um zu verhindern, dass Dritte diesen Namen nutzen, um fälschlicherweise Vertrauen zu erwecken.

Die .PAY: eine strategische Top Level Domain, die zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt

Die Einführung von „.PAY“ ist ein wichtiger Schritt für Marken. Ein zentrales Ziel dabei ist es, zu verhindern, dass ein Domainname, der wie ein Zahlungsportal wirkt, von einem böswilligen Dritten genutzt wird.

Diese Top Level Domain dürfte für Marken besonders attraktiv sein, da sie den Domainnamen unmittelbar mit der Welt des Zahlungsverkehrs und damit mit Vertrauen, Sicherheit und der Kundenbeziehung in Verbindung bringt.

Angesichts der zunehmenden Online-Betrugsfälle kann eine Domain wie „marke.PAY“ die offizielle Markenkommunikation stärken. Registriert jedoch ein böswilliger Dritter diese Domain vor der Marke, könnte sie dazu missbraucht werden, Internetnutzer zu täuschen.

Die wichtigsten Termine für die Bewerbung um diese neue gTLD

Die Einführung der Top Level Domain .PAY hat bereits begonnen und wird in zwei Phasen ablaufen:

  • Vom 13. April 2026 bis zum 20. Juli 2026 findet die „Sunrise Phase“ statt.

Für diesen Zeitraum sind keine Einschränkungen vorgesehen, abgesehen davon, dass nur Marken, die bereits im Trademark Clearinghouse registriert sind, eine Registrierung beantragen können, sofern sie die .smd-Datei vorlegen, die zum Zeitpunkt der Anmeldung als technischer Legitimitätsnachweis dient.

Dieses kurze Zeitfenster erzeugt großen Zeitdruck für Markeninhaber. Sie müssen schnell ein schlüssiges und dokumentiertes Nutzungskonzept entwickeln, die Verfügbarkeit von Domains prüfen, wichtige Varianten berücksichtigen und vorsorglich Domains registrieren, bevor die Public Phase beginnt.

  • Vom 20. Juli 2026 bis zum 1. Februar 2027 beginnt dann die „Limited Registration Period“ (LPR), die jedoch nicht allen Unternehmen offensteht.

Sie richtet sich in erster Linie an alle, die Online-Zahlungstransaktionen über einen zugelassenen Dienstleister abwickeln. Konkret kann dies E-Commerce-Händler, Dienstleistungsplattformen, Fintechs oder jedes Unternehmen betreffen, dessen Webseite tatsächlich dazu dient, Zahlungen entgegenzunehmen, zu verarbeiten oder zu erleichtern.

Hinzu kommt eine weitere Auflage: Das Unternehmen muss sich verpflichten, die .PAY-Domain zu nutzen, ein nachvollziehbares Nutzungskonzept, das zur Tätigkeit der Website passt zu entwickeln und diese Domain nicht zu defensiven Zwecken zu registrieren, um sie anschließend ungenutzt zu lassen.

Derzeit ist noch nicht bekannt, wann die Phase der ‚General Availability‘ beginnt.

Die .PAY-Domain wird für Marken zu einer wichtigen Endung, denn sie steht an der Schnittstelle zwischen Online-Zahlungen, Kundenvertrauen und Betrugsbekämpfung. Da die Einführung zunächst durch eine „Sunrise Phase“ und anschließend durch eine „Limited Registration Period“ geregelt ist, kann jede Entscheidung bezüglich der Registrierung direkte Auswirkungen auf den Schutz der Markenidentität haben.

Nameshield unterstützt Unternehmen dabei, sensible Varianten frühzeitig zu erkennen und die passende Strategie gemeinsam mit Experten zu entwickeln. Warten Sie also nicht länger, kontaktieren Sie uns hier.

Einführung der Top Level Domain .LATINO: alles, was Sie wissen müssen

Die neue TLD „.LATINO“ startet im Mai mit einem klaren Versprechen: Während allgemeine Endungen oft austauschbar wirken, vermittelt eine .LATINO-Domain sofort eine klare Positionierung, Zielsetzung und fachliche Ausrichtung einer Marke.

An wen richtet sich diese Top Level Domain?

Die neue Top Level Domain .LATINO richtet sich in erster Linie an Unternehmen, Medien, Verbände, Content-Ersteller und Marken, die ein hispanisches oder lateinamerikanisches Publikum gezielter und wirkungsvoller erreichen möchten.

Sie eignet sich auch für kulturelle, künstlerische oder gemeinschaftliche Projekte, die eine klare Identität stärken und sich gleichzeitig von einer .com- oder .de-Endung differenzieren möchten, die manchmal zu allgemein gehalten sind.

Für Unternehmen, die ein speziell auf diesen Markt zugeschnittenes Angebot einführen, bieten .latino-Domains sofort Klarheit über die Positionierung. Sie stehen für eine klare Spezialisierung und stärken dadurch die Einprägsamkeit, das Vertrauen sowie ein einheitlicheres Markenbild im Vergleich zu klassischen Domainendungen.

Vorbereitung auf die Registrierung Ihrer .LATINO-Domain

Für jedes Unternehmen oder jede Organisation, die sich differenzieren und Glaubwürdigkeit aufbauen möchte, stellt der Launch-Zeitplan von „.LATINO“ eine hervorragende Gelegenheit dar, sich zu positionieren.

Diese Vergabe erfolgt in zwei Schritten, um interessierten Bewerbern eine strategische Priorität anzubieten:

  • Vom 12. Mai 2026 bis zum 11. Juni 2026 ermöglicht die „Sunrise Phase“ den betroffenen Inhabern, ihren Domainnamen vor der Konkurrenz zu sichern, was Marken einen entscheidenden Vorteil verschafft, die ihren Domainnamen unter .LATINO sichern möchten.
  • Ab dem 12. Juni 2026 wird die Phase der „General Availability (GA)“ den Zugang für alle öffnen und den allgemeinen Zugang zur Registrierung eröffnet, sofern der gewünschte Domainname noch verfügbar ist.

Wenn Sie Unterstützung bei der Registrierung einer .LATINO-Domain benötigen oder mehr über die Vorteile für Ihre Marke erfahren möchten, lohnt sich ein genauerer Blick auf diese neue Top Level Domain.

Kontaktieren Sie das Nameshield-Team und wir beantworten gerne Ihre Anfrage.

Das Datum für die Eröffnung der nächsten Reihe neuer generischer Top-Level-Domains (.BRAND) steht endlich fest: Es wird der 30. April 2026 sein

Unter den offenen Fragen rund um das neue Bewerbungsfenster für neue generische Domains haben sich viele von uns gefragt, wann die ICANN, die Internet-Verwaltungsbehörde, einen genauen Termin für den ersten Tag der Einreichung künftiger Bewerbungsunterlagen bekannt geben würde.

Die Ankündigung erschien in einem Artikel im ICANN-Blog, verfasst von Kurtis Linqvist, dem Präsidenten und CEO der ICANN. Darin heißt es, dass 2025 ein Jahr bemerkenswerter Fortschritte bei der Umsetzung des Programms für neue generische Top-Level-Domains war, mit dem das Ziel verfolgt wird, 14 Jahre nach dem letzten Mal ein neues Bewerbungsfenster zu öffnen. Einer der entscheidenden Schritte war die Veröffentlichung des Leitfadens für Bewerber am 16. Dezember 2025. Der Leitfaden für Bewerber, ein Referenzdokument für zukünftige Bewerbungen, wurde vom ICANN-Vorstand auf der letzten öffentlichen Sitzung des ICANN84-Gipfels in Dublin genehmigt.

Kurtis Linqvist erklärt, dass sich die Bemühungen nun auf die letzte Phase der Umsetzung des Programms konzentrieren: „Wir haben uns nun verpflichtet, den Zyklus am 30. April 2026 zu eröffnen”. Die Frist für die Einreichung vollständiger Bewerbungsunterlagen beginnt somit am Donnerstag, dem 30. April, und dauert 12 bis 15 Wochen, also möglicherweise bis Juli oder sogar Anfang August. Danach ist es zu spät. Unentschlossene und Nachzügler müssen auf eine zukünftige Gelegenheit warten, die sich vielleicht in 14 Jahren wieder ergibt, wer weiß?

Zu den weiteren bemerkenswerten Ereignissen zum Jahresende 2025 gehört, dass die Frist für die Einreichung von Anträgen auf Unterstützung durch das Applicant Support Program am 19. Dezember abgelaufen ist. Dieses Programm zielt darauf ab, wirtschaftliche und technische Zugangsbarrieren abzubauen, um die globale Beteiligung und Vielfalt der Bewerber für neue Domain-Endungen zu erhöhen. Aus den von der ICANN bereitgestellten Daten geht hervor, dass 75 Bewerbungen aus den fünf ICANN-Regionen eingegangen sind:

  • 10 Bewerbungen aus Afrika,
  • 38 aus dem asiatisch-pazifischen Raum,
  • 1 aus Lateinamerika und der Karibik,
  • 6 aus Europa und
  • 20 aus Nordamerika.

Im Jahr 2012 gingen für dieses damals brandneue Programm nur drei Anträge ein. Diese ersten Indikatoren zeigen, dass die Region Asien-Pazifik, die derzeit die dynamischste auf dem Domainnamenmarkt ist, auch großes Interesse an der nächsten Reihe neuer Top Level Domains zu haben scheint. Im Jahr 2012 verteilten sich die 1930 während des Bewerbungszeitraums eingereichten Bewerbungen wie folgt:

  • Nordamerika: 911 Bewerbungen,
  • Europa: 675 Bewerbungen,
  • Asien-Pazifik: 303 Bewerbungen,
  • Lateinamerika und Karibik: 24 Bewerbungen,
  • Afrika: 17 Bewerbungen.

Schätzungen zufolge betrafen etwa 34 % davon Bewerbungen für Marken-Endungen, sogenannte Brand TLDs.

Wie wird es 2026 aussehen? Die Antworten werden im kommenden Herbst auf dem „Reveal Day” und dem „String Confirmation Day” der ICANN bekannt gegeben.