ICANN-Runde 2026: Was verraten uns die Zahlen des Reveal Day wirklich?

Der ICANN-Reveal-Day am 7. Oktober 2026 liefert einen ersten Überblick über die letzte Bewerbungsrunde für Internet-Endungen, die sogenannten neuen TLDs.

Diese Entwicklung sollte man mit Abstand betrachten: Es wurden 1.615 Bewerbungen eingereicht und damit weniger als in der Runde von 2012. Doch die reine Anzahl der Bewerbungen erzählt nur einen Teil der Geschichte. Von der eingereichten Bewerbung über den unterzeichneten Vertrag mit der ICANN bis zur tatsächlich delegierten Internet-Endung ist es noch ein langer Weg. Wie viele Bewerbungen dieses Ziel am Ende erreichen, lässt sich noch nicht sagen.

2026: 1.615 Bewerbungen, davon 333 Marken

Das Bewerbungsfenster war vom 30. April bis zum 12. August 2026 geöffnet. Die ICANN hat am 7. Oktober die ersten konsolidierten Daten der Runde veröffentlicht: 1.615 Bewerbungen, eingereicht von 481 Bewerbern.

Darunter:

  • 333 Markenbewerbungen, das sind etwa 21 %;
  • 16 Community-Bewerbungen;
  • 15 Bewerbungen, die sich als geografisch identifizieren;
  • 21 IDN-Bewerbungen;
  • 9 Varianten-Bewerbungen;
  • 51 Bewerbungen, die im Rahmen des Programms „Applicant Support“ eingereicht wurden.

Aus den Daten der ICANN lässt sich zudem ableiten, dass es mindestens 1.003 neue, unterschiedliche Endungen geben wird, die mit Sicherheit offen genutzt werden sollen.

Der Anteil der offenen Internet-Endungen ist damit sehr hoch. Allerdings ist ein methodischer Hinweis angebracht: Die Kategorien schließen sich nicht unbedingt gegenseitig aus, denn ein und dieselbe Bewerbung kann mehreren Kategorien zugeordnet werden.

Zudem weist die ICANN darauf hin, dass diese Zahlen eine Momentaufnahme vom 7. Oktober darstellen. Sie werden sich nach Ablauf der Phase des Zeichenketten-Austauschs voraussichtlich noch ändern, bevor sie am 17. November endgültig bestätigt werden.

Weiterhin starke geografische Konzentration

Die geografische Verteilung bestätigt einen Trend, der bereits 2012 erkennbar war.

Im Jahr 2026 entfällt allein auf Nordamerika mehr als die Hälfte der Bewerbungen.

Bewerbungen 2026

Europa liegt mit etwas mehr als 31 % weit dahinter, während der asiatisch-pazifische Raum etwa 13,5 % ausmacht. Bewerbungen aus Afrika und Lateinamerika sind, wie bereits 2012, nach wie vor stark in der Minderheit.

2026 vs. 2012: weniger Bewerbungen, vor allem aber eine andere Verteilung

Im Jahr 2012 erhielt die ICANN 1.930 Bewerbungen aus 60 Ländern und Gebieten. Davon entfielen 84 auf Community-Bewerbungen, 66 auf geografische Endungen und 116 auf IDN (internationalisierte Domainnamen). Die geografische Verteilung sah wie folgt aus: 911 Bewerbungen in Nordamerika, 675 in Europa, 303 in Asien/Australien/Pazifik, 24 in Lateinamerika/Karibik und 17 in Afrika.

Round 2012 vs. Round 2026

Der erste Unterschied ist quantitativer Natur: In der Runde 2026 wurden rund 16 % weniger Bewerbungen eingereicht als in der Runde 2012.

Der vielleicht interessanteste Unterschied liegt in der Art der Bewerbungen.

Die Anzahl der Community-Bewerbungen sank von 84 auf 16, die der geografischen von 66 auf 15 und die der IDN-Endungen (internationalisierte Top Level Domains) von 116 auf 21.

Bei den Marken ist beim Vergleich größere Vorsicht geboten. Im Jahr 2012 gab es bei der ICANN noch keine offizielle „.brand“-Kategorie. Die WIPO (Weltorganisation für geistiges Eigentum) schätzte die Zahl der „.brand“-Bewerbungen auf etwa 664.

Im Jahr 2026 weist die ICANN ausdrücklich 333 „Brand Applications“ (Bewerbungen für eine „.brand“) aus. Damit sind Marken mengenmäßig deutlich schwächer vertreten als 2012.

Diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten, da die Klassifizierungsmethoden nicht identisch sind.

Eine Vorsicht, die größer zu sein scheint als 2012

Die Runde 2012 startete vor dem Hintergrund einer beispiellosen Öffnung des DNS: Für Unternehmen, Marken, Communitys und Registry-Betreiber eröffnete sich die weitgehend neue Chance, eine eigene Internet-Endung zu schaffen.

Vierzehn Jahre später hat der Markt deutlich mehr Abstand gewonnen.

Unternehmen wissen heute deutlich besser, was der Betrieb einer TLD tatsächlich bedeutet: Anfangsinvestitionen und laufende Kosten, Governance, Compliance und Sicherheit, Einführungsstrategie, Nutzerakzeptanz und Reputation. Bei Marken kommt die Frage hinzu, welchen konkreten Nutzen eine eigene .brand-Endung tatsächlich bringt.

Eine Internet-Endung muss heute verstärkt ihre wirtschaftliche und strategische Berechtigung unter Beweis stellen. Vor dem Hintergrund eines angespannteren wirtschaftlichen Umfelds können diese Faktoren sowie die Tatsache, dass viele der 2012 eingereichten .brand-Anträge diese Fähigkeiten nicht nachweisen konnten, eine größere Vorsicht erklären.

Die Tatsache, dass die Zahl der Markenbewerbungen von geschätzten 664 im Jahr 2012 auf 333 im Jahr 2026 sinkt, spricht dafür, auch wenn die Erhebungsmethoden keinen perfekten statistischen Vergleich zulassen.

Dagegen zeigt diese Runde, dass nach wie vor ein Markt für neue Domain-Endungen besteht: Es gibt 1.282 Bewerbungen, die weder Community- noch geografische Bewerbungen sind, und die Bewerbungen konzentrieren sich weiterhin stark auf Nordamerika und Europa.

Die nächsten Schritte: austauschen, bestätigen … und dann richtig loslegen

Der nächste Termin ist zunächst die Replacement Period (Austauschphase der Zeichenketten), vom 8. bis 21. Oktober 2026, also während der ICANN87 stattfindet. Bewerber, die eine Ersatzkette vorgesehen haben, können diese unter bestimmten Bedingungen anstelle ihrer Hauptkette einsetzen. Dadurch können sie vermeiden, mit einem anderen Bewerber in Konkurrenz zu treten. Am häufigsten beworben wurde in dieser Runde die Endung .agent, und zwar 13-mal. Im Jahr 2012 war dies die Endung .app, ebenfalls mit 13 Bewerbungen.

Danach folgt der String Confirmation Day (Tag der Bestätigung der Zeichenkette) am 17. November 2026.

Die ICANN wird dann die endgültige Liste der Kandidaten-Strings sowie die neue Konfiguration der konkurrierenden Strings veröffentlichen. Dieses Datum markiert auch den Beginn der Phase der Community Input (Feedback der Community) und der Einsprüche.

Erst dann zeichnet sich ab, wie die neue gTLD-Generation aussehen wird.

Anschließend wird sich zeigen, wie viele Bewerbungen die Prüfung durchlaufen und ob es Einsprüche gibt. Entscheidend ist dann, wie viele davon einen Vertrag unterzeichnen und tatsächlich delegiert werden.

Im Jahr 2012 wurden von den 1.930 Bewerbungen 1.241 Endungen delegiert, was einem Anteil von 64 % entspricht – diese Zahlen berücksichtigen jedoch keine gekündigten Verträge und keine aus der Root-Zone entfernten TLDs.

Im Jahr 2026 haben 1.615 Bewerbungen das Thema der TLDs erneut auf den Tisch gebracht. Nun bleibt abzuwarten, wie viele noch am Tisch sitzen bleiben wollen, wenn die nächsten Feierlichkeiten anstehen.

Nameshield verfügt über die Erfahrung und das gesamte erforderliche Fachwissen, um Ihnen dabei zu helfen, alle kommenden Schritte erfolgreich zu meistern und sicherzustellen, dass Sie den größtmöglichen Nutzen aus Ihrer neuen Investition ziehen. Wenden Sie sich an unsere Berater, um weitere Informationen zu unseren Begleitlösungen nach der Bewerbung zu erhalten.

Quellen:

Machen Sie sich bereit für .web, die Domainendung, deren Einführung mehr als dreißig Jahre auf sich warten ließ

Am 22. Juli gab die Registry Verisign die Delegierung von .web bekannt. Die Nachricht wäre in diesem heißen Sommer fast unbemerkt geblieben. Grund dafür war das Bewerbungsfenster der neuen ICANN-Runde, das die Domainbranche in Atem hielt und am 12. August endete.

Damit steht die Einführung von .web kurz bevor – ein bedeutendes Ereignis für die Domain-Branche. Die .web-Endung wurde nämlich schon sehr früh als universell einsetzbar angesehen und hat das Potenzial, eine echte Alternative zu .com zu werden.

Diese Top-Level-Domain war schon vor der Gründung der ICANN als Kandidat im Rennen und stand später im Mittelpunkt des 2012 gestarteten Programms für neue gTLDs. Erst 2026 kommt sie nun tatsächlich auf den Markt – nach mehr als zehn Jahren Verfahrensdauer und fast dreißig Jahren Geschichte.

Ein Rückblick auf ein symbolträchtiges Projekt, das die Regeln der letzten Runde der neuen gTLDs tiefgreifend beeinflusst hat.

Eine Endung, die schon vor der ICANN erdacht wurde

Nur wenige Leser wissen, dass die Endung .web nicht erst 2012 ins Leben gerufen wurde.

Tatsächlich schlug das kalifornische Unternehmen Image Online Design (IOD) bereits 1996 eine .web-Endung auf einem alternativen DNS-System vor, das jedoch nicht in die offizielle DNS-Root integriert war. Zu dieser Zeit wollte Jon Postel, einer der Gründerväter des Internets, bereits weitere Endungen neben den historischen wie .com, .net und .org einführen. Als die ICANN jedoch im Jahr 2000 ihr erstes echtes Auswahlverfahren für neue gTLDs startete, wurde die von IOD unterstützte Endung .web nicht berücksichtigt, was das Projekt beendete.

2012: Sieben Bewerber für eine einzige Endung

Erst 2012, als die ICANN eine Reihe neuer Endungen mit offeneren Bewerbungsregeln einführte, tauchten erneut Projekte zur Schaffung einer .web-Endung auf. Die Endung .app verzeichnete damals mit 13 Bewerbungen die Rekordzahl. Besonders begehrt war jedoch auch .web: Sieben Bewerber sahen darin eine echte Alternative zu .com.

Eine Rekordauktion, die alles veränderte

Als sich 2012 mehrere Bewerber um dieselbe Endung bewarben, sahen die ICANN-Regeln zunächst eine private Beilegung des Konflikts vor. Konnte keine Einigung erzielt werden, sollte eine Auktion als letztes Mittel den Ausschlag geben. Im Fall von .web kam es zu keiner Einigung, und die am 27. und 28. Juli 2016 durchgeführte Auktion endete mit dem Sieg von Nu Dot Co für 135 Millionen Dollar – ein bis dahin beispielloser Betrag für eine neue gTLD.

Einige Tage später bestätigte Verisign, das Gebot von Nu Dot Co im Rahmen einer Vereinbarung finanziert zu haben, die vorsah, dass der Registrierungsvertrag anschließend – vorbehaltlich der Zustimmung der ICANN – auf Verisign übertragen werden könne. Diese Ankündigung leitete eine neue Phase in der Geschichte von .web ein. Mehrere Bewerber fochten den Vergabeprozess an. Gleichzeitig leitete die ICANN verschiedene Prüfschritte zur Beilegung des Verfahrens ein. Dadurch verzögerte sich die Einführung der Endung.

Warum dauerte die Einführung zehn Jahre?

Man könnte vermuten, dass die Einführung von .web anschließend durch technische Schwierigkeiten verzögert wurde. Das ist jedoch nicht der Fall. Nach der Auktion im Jahr 2016 zog sich das Verfahren über mehrere Einsprüche und Verfahren im Rahmen des Independent Review Process sowie aufeinanderfolgende Prüfungen durch die ICANN hin Diese bezogen sich insbesondere auf die Bedingungen der Transaktion, die Finanzierung des Angebots von Nu Dot Co und die wettbewerbsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Betrieb von .web. Erst nach mehreren Entscheidungen und Überprüfungen durch den ICANN-Board konnte das Vorhaben weiter vorangetrieben werden.

2026: Endlich die Einführung

Nachdem die .web-Top Level Domain im Juli 2026 schließlich in die Root-Zone delegiert wurde, tritt sie nun in ihre Einführungsphase ein, mit einer bevorstehenden Sunrise-Phase, einer Phase des vorrangigen Zugangs und anschließend der allgemeinen Verfügbarkeit zu einem noch nicht offiziell festgelegten Zeitpunkt. Verisign bereitet diese Öffnung sorgfältig vor und stützt sich dabei auf die jahrzehntelang bewährte Erfahrung mit seiner .com- und .net-Infrastruktur.

Es bleibt jedoch eine eher wirtschafltiche als technische Frage: Sind die Rahmenbedingungen im Jahr 2026 für einen solchen Start günstig? Seit der Einführung der ersten Welle neuer gTLDs hat sich die Domain-Landschaft erheblich verändert. Über tausend neue Endungen sind hinzugekommen, von denen sich einige dauerhaft etablieren konnten, wie beispielsweise .xyz, .shop oder .online. Im nächsten Jahr werden im Rahmen der Runde 2026 weitere hinzukommen. Die Endung .web profitiert daher heute von einem deutlich ausgereifteren Markt und von Registrierungsgewohnheiten, die sich weiterentwickelt haben. Kommt sie zu spät, um den Markt noch grundlegend zu verändern? Es ist wahrscheinlich noch zu früh, um das zu beurteilen. Doch eines ist sicher: Nach dreißig Jahren des Wartens verfügt die Endung .web endlich über alle Voraussetzungen, um ihre eigene Geschichte zu schreiben.

Zu einem Zeitpunkt, an dem die nächste Runde der neuen gTLDs in die Phase der Antragsprüfung eintritt, schließt die Einführung von .web symbolisch den 2012 begonnenenRunde ab. Nach mehr als einem Jahrzehnt voller Verfahren wird die Branche endlich das tatsächliche Potenzial dieser Endung einschätzen können, die lange Zeit als die einzige, die mit .com konkurrieren kann, dargestellt wurde. Gleichzeitig hat die ICANN aus diesem Fall wichtige Erkenntnisse gewonnen und die Regeln des neuen Programms entsprechend angepasst. Ziel ist es, künftige Einführungen schneller, transparenter und weniger strittig zu gestalten.

Verfolgen Sie unsere nächsten Veröffentlichungen, um die Termine und Bedingungen für die Einführung von .web zu erfahren. Ihre Berater stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Endung .dot startet: Alles, was Sie wissen müssen

Die Welt der Domainnamen wird um eine neue generische Top-Level-Domain (gTLD) bereichert: die .dot. Sie wurde speziell für Webentwickler konzipiert und verspricht, großen Anklang zu finden.

Von der Exklusivität zur Öffnung der .dot

Die .dot war ursprünglich von Google beantragt worden, wurde aber schließlich von der Firma Dish DBS Corporation erworben. Bislang war ihre Nutzung ausschließlich diesem Unternehmen und seinen Tochtergesellschaften vorbehalten. Ab dem 21. Juli kann diese Endung jedoch von akkreditierten Marken reserviert werden.

An wen richtet sich diese Endung und welche Vorteile bietet sie?

Die Endung .dot positioniert sich als Standarddomain für Entwickler, Ingenieure, Betreuer von Open-Source-Projekten, Start-ups und Technologiemarken. Ihre Anwendungen fügen sich nahtlos in das Vokabular der Entwicklung ein:

  • Persönliche Marke: Entwickler können kurze und leicht erkennbare Adressen erstellen (Vorname-Nachname.dot).
  • Infrastruktur und interne Umgebung: Die Endung bietet eine klare Strukturierung für Testumgebungen, geografische Regionen oder APIs, wie beispielsweise api.unternehmen.dot

Die .dot-Domain wird von allen wichtigen Browsern, E-Mail-Clients und Zertifizierungsstellen universell unterstützt.

Der Zeitplan für die Einführung der .dot-Domain

Um eine faire und sichere Einführung für Unternehmen zu gewährleisten, wird die Einführung der Domain-Endung in drei separate Phasen unterteilt:

  1. Sunrise-Phase (vom 21. Juli bis zum 19. Oktober 2026): Ein Zeitraum von 90 Tagen ist ausschließlich den Inhabern von im TMCH eingetragenen Marken vorbehalten, sodass diese ihren genauen Namen vor der breiten Öffentlichkeit registrieren können.
  2. Early-Access-Phase (vom 20. Oktober bis zum 1. November 2026): 13 Tage lang steht die Registrierung allen nach dem First Come, First Served Prinzip offen, allerdings mit einem degressiven Preissystem.
  3. Allgemeine Verfügbarkeit (ab dem 2. November 2026): Die Registrierung eines .dot-Domainnamens steht allen offen, sofern dieser nicht zuvor reserviert wurde.

Angesichts der besonders starken Nachfrage seitens Investoren nach generischen Begriffen für die Entwicklung (api.dot oder docs.dot) stellt diese Einführung eine interessante Chance für IT-Fachleute dar.

Nameshield begleitet Sie bei jedem Schritt des Erwerbs Ihrer .dot-Domain: Reservierung, Sicherung und Inbetriebnahme erfolgen im Rahmen eines klaren und kontrollierten Prozesses. Wenn Sie von unserer Unterstützung profitieren möchten, warten Sie nicht länger: kontaktieren Sie uns.

Einführung von .PAY: Warum sollte man sich mit defensiven Registrierungen absichern?

Amazon Registry hat sein Ökosystem kürzlich mit der Einführung der Top Level Domain „.PAY“ erweitert – eine Chance für Unternehmen, die ihre Tätigkeit klarer mit Zahlungen, Vertrauen und Conversion in Verbindung bringen möchten.

Für wen ist die .PAY-Domain gedacht?

Die Top Level Domain .PAY richtet sich in erster Linie an Unternehmen, die Online-Zahlungsdienste oder sichere Kaufprozesse anbieten. Für das Bankwesen dürfte die Einführung der .PAY-Domain von großer Bedeutung sein, da die Endung direkt mit Zahlungsprozessen, der Glaubwürdigkeit digitaler Abläufe und der Prävention von Identitätsdiebstahl zusammenhängt.

Die .PAY-Endung könnte auch für Marken von Interesse sein, die sich einen digitalen Raum sichern möchten, der mit ihrer Identität im Einklang steht, um zu verhindern, dass Dritte diesen Namen nutzen, um fälschlicherweise Vertrauen zu erwecken.

Die .PAY: eine strategische Top Level Domain, die zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt

Die Einführung von „.PAY“ ist ein wichtiger Schritt für Marken. Ein zentrales Ziel dabei ist es, zu verhindern, dass ein Domainname, der wie ein Zahlungsportal wirkt, von einem böswilligen Dritten genutzt wird.

Diese Top Level Domain dürfte für Marken besonders attraktiv sein, da sie den Domainnamen unmittelbar mit der Welt des Zahlungsverkehrs und damit mit Vertrauen, Sicherheit und der Kundenbeziehung in Verbindung bringt.

Angesichts der zunehmenden Online-Betrugsfälle kann eine Domain wie „marke.PAY“ die offizielle Markenkommunikation stärken. Registriert jedoch ein böswilliger Dritter diese Domain vor der Marke, könnte sie dazu missbraucht werden, Internetnutzer zu täuschen.

Die wichtigsten Termine für die Bewerbung um diese neue gTLD

Die Einführung der Top Level Domain .PAY hat bereits begonnen und wird in zwei Phasen ablaufen:

  • Vom 13. April 2026 bis zum 20. Juli 2026 findet die „Sunrise Phase“ statt.

Für diesen Zeitraum sind keine Einschränkungen vorgesehen, abgesehen davon, dass nur Marken, die bereits im Trademark Clearinghouse registriert sind, eine Registrierung beantragen können, sofern sie die .smd-Datei vorlegen, die zum Zeitpunkt der Anmeldung als technischer Legitimitätsnachweis dient.

Dieses kurze Zeitfenster erzeugt großen Zeitdruck für Markeninhaber. Sie müssen schnell ein schlüssiges und dokumentiertes Nutzungskonzept entwickeln, die Verfügbarkeit von Domains prüfen, wichtige Varianten berücksichtigen und vorsorglich Domains registrieren, bevor die Public Phase beginnt.

  • Vom 20. Juli 2026 bis zum 1. Februar 2027 beginnt dann die „Limited Registration Period“ (LPR), die jedoch nicht allen Unternehmen offensteht.

Sie richtet sich in erster Linie an alle, die Online-Zahlungstransaktionen über einen zugelassenen Dienstleister abwickeln. Konkret kann dies E-Commerce-Händler, Dienstleistungsplattformen, Fintechs oder jedes Unternehmen betreffen, dessen Webseite tatsächlich dazu dient, Zahlungen entgegenzunehmen, zu verarbeiten oder zu erleichtern.

Hinzu kommt eine weitere Auflage: Das Unternehmen muss sich verpflichten, die .PAY-Domain zu nutzen, ein nachvollziehbares Nutzungskonzept, das zur Tätigkeit der Website passt zu entwickeln und diese Domain nicht zu defensiven Zwecken zu registrieren, um sie anschließend ungenutzt zu lassen.

Derzeit ist noch nicht bekannt, wann die Phase der ‚General Availability‘ beginnt.

Die .PAY-Domain wird für Marken zu einer wichtigen Endung, denn sie steht an der Schnittstelle zwischen Online-Zahlungen, Kundenvertrauen und Betrugsbekämpfung. Da die Einführung zunächst durch eine „Sunrise Phase“ und anschließend durch eine „Limited Registration Period“ geregelt ist, kann jede Entscheidung bezüglich der Registrierung direkte Auswirkungen auf den Schutz der Markenidentität haben.

Nameshield unterstützt Unternehmen dabei, sensible Varianten frühzeitig zu erkennen und die passende Strategie gemeinsam mit Experten zu entwickeln. Warten Sie also nicht länger, kontaktieren Sie uns hier.

Einführung der Top Level Domain .LATINO: alles, was Sie wissen müssen

Die neue TLD „.LATINO“ startet im Mai mit einem klaren Versprechen: Während allgemeine Endungen oft austauschbar wirken, vermittelt eine .LATINO-Domain sofort eine klare Positionierung, Zielsetzung und fachliche Ausrichtung einer Marke.

An wen richtet sich diese Top Level Domain?

Die neue Top Level Domain .LATINO richtet sich in erster Linie an Unternehmen, Medien, Verbände, Content-Ersteller und Marken, die ein hispanisches oder lateinamerikanisches Publikum gezielter und wirkungsvoller erreichen möchten.

Sie eignet sich auch für kulturelle, künstlerische oder gemeinschaftliche Projekte, die eine klare Identität stärken und sich gleichzeitig von einer .com- oder .de-Endung differenzieren möchten, die manchmal zu allgemein gehalten sind.

Für Unternehmen, die ein speziell auf diesen Markt zugeschnittenes Angebot einführen, bieten .latino-Domains sofort Klarheit über die Positionierung. Sie stehen für eine klare Spezialisierung und stärken dadurch die Einprägsamkeit, das Vertrauen sowie ein einheitlicheres Markenbild im Vergleich zu klassischen Domainendungen.

Vorbereitung auf die Registrierung Ihrer .LATINO-Domain

Für jedes Unternehmen oder jede Organisation, die sich differenzieren und Glaubwürdigkeit aufbauen möchte, stellt der Launch-Zeitplan von „.LATINO“ eine hervorragende Gelegenheit dar, sich zu positionieren.

Diese Vergabe erfolgt in zwei Schritten, um interessierten Bewerbern eine strategische Priorität anzubieten:

  • Vom 12. Mai 2026 bis zum 11. Juni 2026 ermöglicht die „Sunrise Phase“ den betroffenen Inhabern, ihren Domainnamen vor der Konkurrenz zu sichern, was Marken einen entscheidenden Vorteil verschafft, die ihren Domainnamen unter .LATINO sichern möchten.
  • Ab dem 12. Juni 2026 wird die Phase der „General Availability (GA)“ den Zugang für alle öffnen und den allgemeinen Zugang zur Registrierung eröffnet, sofern der gewünschte Domainname noch verfügbar ist.

Wenn Sie Unterstützung bei der Registrierung einer .LATINO-Domain benötigen oder mehr über die Vorteile für Ihre Marke erfahren möchten, lohnt sich ein genauerer Blick auf diese neue Top Level Domain.

Kontaktieren Sie das Nameshield-Team und wir beantworten gerne Ihre Anfrage.