Einführung von .PAY: Warum sollte man sich mit defensiven Registrierungen absichern?

Amazon Registry hat sein Ökosystem kürzlich mit der Einführung der Top Level Domain „.PAY“ erweitert – eine Chance für Unternehmen, die ihre Tätigkeit klarer mit Zahlungen, Vertrauen und Conversion in Verbindung bringen möchten.

Für wen ist die .PAY-Domain gedacht?

Die Top Level Domain .PAY richtet sich in erster Linie an Unternehmen, die Online-Zahlungsdienste oder sichere Kaufprozesse anbieten. Für das Bankwesen dürfte die Einführung der .PAY-Domain von großer Bedeutung sein, da die Endung direkt mit Zahlungsprozessen, der Glaubwürdigkeit digitaler Abläufe und der Prävention von Identitätsdiebstahl zusammenhängt.

Die .PAY-Endung könnte auch für Marken von Interesse sein, die sich einen digitalen Raum sichern möchten, der mit ihrer Identität im Einklang steht, um zu verhindern, dass Dritte diesen Namen nutzen, um fälschlicherweise Vertrauen zu erwecken.

Die .PAY: eine strategische Top Level Domain, die zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt

Die Einführung von „.PAY“ ist ein wichtiger Schritt für Marken. Ein zentrales Ziel dabei ist es, zu verhindern, dass ein Domainname, der wie ein Zahlungsportal wirkt, von einem böswilligen Dritten genutzt wird.

Diese Top Level Domain dürfte für Marken besonders attraktiv sein, da sie den Domainnamen unmittelbar mit der Welt des Zahlungsverkehrs und damit mit Vertrauen, Sicherheit und der Kundenbeziehung in Verbindung bringt.

Angesichts der zunehmenden Online-Betrugsfälle kann eine Domain wie „marke.PAY“ die offizielle Markenkommunikation stärken. Registriert jedoch ein böswilliger Dritter diese Domain vor der Marke, könnte sie dazu missbraucht werden, Internetnutzer zu täuschen.

Die wichtigsten Termine für die Bewerbung um diese neue gTLD

Die Einführung der Top Level Domain .PAY hat bereits begonnen und wird in zwei Phasen ablaufen:

  • Vom 13. April 2026 bis zum 13. Mai 2026 findet die „Sunrise Phase“ statt.

Für diesen Zeitraum sind keine Einschränkungen vorgesehen, abgesehen davon, dass nur Marken, die bereits im Trademark Clearinghouse registriert sind, eine Registrierung beantragen können, sofern sie die .smd-Datei vorlegen, die zum Zeitpunkt der Anmeldung als technischer Legitimitätsnachweis dient.

Dieses kurze Zeitfenster erzeugt großen Zeitdruck für Markeninhaber. Sie müssen schnell ein schlüssiges und dokumentiertes Nutzungskonzept entwickeln, die Verfügbarkeit von Domains prüfen, wichtige Varianten berücksichtigen und vorsorglich Domains registrieren, bevor die Public Phase beginnt.

  • Vom 13. Mai 2026 bis zum 1. Februar 2027 beginnt dann die „Limited Registration Period (LPR), die jedoch nicht allen Unternehmen offensteht.

Sie richtet sich in erster Linie an alle, die Online-Zahlungstransaktionen über einen zugelassenen Dienstleister abwickeln. Konkret kann dies E-Commerce-Händler, Dienstleistungsplattformen, Fintechs oder jedes Unternehmen betreffen, dessen Webseite tatsächlich dazu dient, Zahlungen entgegenzunehmen, zu verarbeiten oder zu erleichtern.

Hinzu kommt eine weitere Auflage: Das Unternehmen muss sich verpflichten, die .PAY-Domain zu nutzen, ein nachvollziehbares Nutzungskonzept, das zur Tätigkeit der Website passt zu entwickeln und diese Domain nicht zu defensiven Zwecken zu registrieren, um sie anschließend ungenutzt zu lassen.

Derzeit ist noch nicht bekannt, wann die Phase der ‚General Availability‘ beginnt.

Die .PAY-Domain wird für Marken zu einer wichtigen Endung, denn sie steht an der Schnittstelle zwischen Online-Zahlungen, Kundenvertrauen und Betrugsbekämpfung. Da die Einführung zunächst durch eine „Sunrise Phase“ und anschließend durch eine „Limited Registration Period“ geregelt ist, kann jede Entscheidung bezüglich der Registrierung direkte Auswirkungen auf den Schutz der Markenidentität haben.

Nameshield unterstützt Unternehmen dabei, sensible Varianten frühzeitig zu erkennen und die passende Strategie gemeinsam mit Experten zu entwickeln. Warten Sie also nicht länger, kontaktieren Sie uns hier.

Einführung der Top Level Domain .LATINO: alles, was Sie wissen müssen

Die neue TLD „.LATINO“ startet im Mai mit einem klaren Versprechen: Während allgemeine Endungen oft austauschbar wirken, vermittelt eine .LATINO-Domain sofort eine klare Positionierung, Zielsetzung und fachliche Ausrichtung einer Marke.

An wen richtet sich diese Top Level Domain?

Die neue Top Level Domain .LATINO richtet sich in erster Linie an Unternehmen, Medien, Verbände, Content-Ersteller und Marken, die ein hispanisches oder lateinamerikanisches Publikum gezielter und wirkungsvoller erreichen möchten.

Sie eignet sich auch für kulturelle, künstlerische oder gemeinschaftliche Projekte, die eine klare Identität stärken und sich gleichzeitig von einer .com- oder .de-Endung differenzieren möchten, die manchmal zu allgemein gehalten sind.

Für Unternehmen, die ein speziell auf diesen Markt zugeschnittenes Angebot einführen, bieten .latino-Domains sofort Klarheit über die Positionierung. Sie stehen für eine klare Spezialisierung und stärken dadurch die Einprägsamkeit, das Vertrauen sowie ein einheitlicheres Markenbild im Vergleich zu klassischen Domainendungen.

Vorbereitung auf die Registrierung Ihrer .LATINO-Domain

Für jedes Unternehmen oder jede Organisation, die sich differenzieren und Glaubwürdigkeit aufbauen möchte, stellt der Launch-Zeitplan von „.LATINO“ eine hervorragende Gelegenheit dar, sich zu positionieren.

Diese Vergabe erfolgt in zwei Schritten, um interessierten Bewerbern eine strategische Priorität anzubieten:

  • Vom 12. Mai 2026 bis zum 11. Juni 2026 ermöglicht die Sunrise Phase“ den betroffenen Inhabern, ihren Domainnamen vor der Konkurrenz zu sichern, was Marken einen entscheidenden Vorteil verschafft, die ihren Domainnamen unter .LATINO sichern möchten.
  • Ab dem 12. Juni 2026 wird die Phase der General Availability (GA) den Zugang für alle öffnen und den allgemeinen Zugang zur Registrierung eröffnet, sofern der gewünschte Domainname noch verfügbar ist.

Wenn Sie Unterstützung bei der Registrierung einer .LATINO-Domain benötigen oder mehr über die Vorteile für Ihre Marke erfahren möchten, lohnt sich ein genauerer Blick auf diese neue Top Level Domain.

Kontaktieren Sie das Nameshield-Team und wir beantworten gerne Ihre Anfrage.

Das Datum für die Eröffnung der nächsten Reihe neuer generischer Top-Level-Domains (.BRAND) steht endlich fest: Es wird der 30. April 2026 sein

Unter den offenen Fragen rund um das neue Bewerbungsfenster für neue generische Domains haben sich viele von uns gefragt, wann die ICANN, die Internet-Verwaltungsbehörde, einen genauen Termin für den ersten Tag der Einreichung künftiger Bewerbungsunterlagen bekannt geben würde.

Die Ankündigung erschien in einem Artikel im ICANN-Blog, verfasst von Kurtis Linqvist, dem Präsidenten und CEO der ICANN. Darin heißt es, dass 2025 ein Jahr bemerkenswerter Fortschritte bei der Umsetzung des Programms für neue generische Top-Level-Domains war, mit dem das Ziel verfolgt wird, 14 Jahre nach dem letzten Mal ein neues Bewerbungsfenster zu öffnen. Einer der entscheidenden Schritte war die Veröffentlichung des Leitfadens für Bewerber am 16. Dezember 2025. Der Leitfaden für Bewerber, ein Referenzdokument für zukünftige Bewerbungen, wurde vom ICANN-Vorstand auf der letzten öffentlichen Sitzung des ICANN84-Gipfels in Dublin genehmigt.

Kurtis Linqvist erklärt, dass sich die Bemühungen nun auf die letzte Phase der Umsetzung des Programms konzentrieren: „Wir haben uns nun verpflichtet, den Zyklus am 30. April 2026 zu eröffnen”. Die Frist für die Einreichung vollständiger Bewerbungsunterlagen beginnt somit am Donnerstag, dem 30. April, und dauert 12 bis 15 Wochen, also möglicherweise bis Juli oder sogar Anfang August. Danach ist es zu spät. Unentschlossene und Nachzügler müssen auf eine zukünftige Gelegenheit warten, die sich vielleicht in 14 Jahren wieder ergibt, wer weiß?

Zu den weiteren bemerkenswerten Ereignissen zum Jahresende 2025 gehört, dass die Frist für die Einreichung von Anträgen auf Unterstützung durch das Applicant Support Program am 19. Dezember abgelaufen ist. Dieses Programm zielt darauf ab, wirtschaftliche und technische Zugangsbarrieren abzubauen, um die globale Beteiligung und Vielfalt der Bewerber für neue Domain-Endungen zu erhöhen. Aus den von der ICANN bereitgestellten Daten geht hervor, dass 75 Bewerbungen aus den fünf ICANN-Regionen eingegangen sind:

  • 10 Bewerbungen aus Afrika,
  • 38 aus dem asiatisch-pazifischen Raum,
  • 1 aus Lateinamerika und der Karibik,
  • 6 aus Europa und
  • 20 aus Nordamerika.

Im Jahr 2012 gingen für dieses damals brandneue Programm nur drei Anträge ein. Diese ersten Indikatoren zeigen, dass die Region Asien-Pazifik, die derzeit die dynamischste auf dem Domainnamenmarkt ist, auch großes Interesse an der nächsten Reihe neuer Top Level Domains zu haben scheint. Im Jahr 2012 verteilten sich die 1930 während des Bewerbungszeitraums eingereichten Bewerbungen wie folgt:

  • Nordamerika: 911 Bewerbungen,
  • Europa: 675 Bewerbungen,
  • Asien-Pazifik: 303 Bewerbungen,
  • Lateinamerika und Karibik: 24 Bewerbungen,
  • Afrika: 17 Bewerbungen.

Schätzungen zufolge betrafen etwa 34 % davon Bewerbungen für Marken-Endungen, sogenannte Brand TLDs.

Wie wird es 2026 aussehen? Die Antworten werden im kommenden Herbst auf dem „Reveal Day” und dem „String Confirmation Day” der ICANN bekannt gegeben.

Einführung der neuen TLD .MOBILE


dot MOBILE – Die neue Top Level Domain .MOBILE wurde eingeführt

Am 17. November 2025 wurde die .MOBILE-Top Level Domain für die Registrierung freigegeben und eröffnet neue Möglichkeiten für eine Vielzahl von Akteuren – darunter Unternehmen und Marken, die online sichtbar sein möchten, über E-Commerce-Plattformen, aber auch ganz allgemein für die gesamte Mobilbranche. Das Universum der Domainnamen erweitert sich somit erneut und bietet eine Chance, die für alle digitalen Player interessant sein wird. Jede Organisation, die ihre mobilen Dienste von ihrer Hauptwebsite trennen möchte, kann diese.MOBILE-Top Level Domain als wichtigen Hebel zur Differenzierung nutzen.

Der Einführungsplan für die TLD .MOBILE ist in vier Phasen unterteilt:

Die erste Phase, die Sunrise Period, ermöglicht es einer begrenzten Zielgruppe, sich die gewünschten .mobile-Domainnamen zu sichern – vom 17. November 2025 bis zum 17. Dezember 2025. Markeninhaber, deren Marken beim TMCH (Trademark Clearinghouse) registriert sind, haben in dieser Einführungsphase Vorrang bei der Registrierung.

Anschließend folgt die zweite Phase, die Telco Limited Registration Period (LRP), vom 18. Dezember 2025 bis zum 3. Februar 2026.

Die dritte Phase, die Early Access Period, findet vom 4. bis 18. Februar 2026 statt. Während dieser Zeit können stark nachgefragte Domainnamen noch vor der allgemeinen Verfügbarkeit zu fallenden Preisen registriert werden.

Schließlich ermöglicht die letzte Phase – die Public Phaseallen Interessierten den Erwerb einer.mobile-Domain. Diese Phase ist ohne Vorbedingungen für jedermann zugänglich und folgt dem Prinzip „First come, first served“. Ab dem 19. Februar 2026 können alle Marken und Unternehmen, die an diesem Schritt interessiert sind, ihre „mobile“ Präsenz dank dieser neuen Top Level Domain stärken.

Verpassen Sie nicht diese Chance: Sichern Sie sich eine .mobile-Domain, um Ihren Ruf zu schützen, Ihre digitale Legitimität zu gewährleisten und Ihre Wettbewerbsfähigkeit online zu stärken.

Wenn Sie Unterstützung bei der Registrierung einer .mobile-Domain wünschen oder einfach neugierig sind, welche Vorteile diese Erweiterung für Ihre Marke bietet, kontaktieren Sie das Nameshield-Team – wir beantworten gerne all Ihre Fragen.

Nameshield wird Mitglied der INTA und nimmt im Mai 2026 am Jahrestreffen in London teil

Nameshield freut sich, seine Mitgliedschaft bei der INTA (International Trademark Association) im Jahr 2025 bekannt zu geben. Als weltweit anerkannte Referenzorganisation im Bereich des Markenschutzes ist Nameshield stolz, diesem Netzwerk von Fachleuten für geistiges Eigentum beizutreten.

Diese Entscheidung ermöglicht es uns, unser Engagement für den Schutz von Domainnamen – essenzielle immaterielle Vermögenswerte im digitalen Markenraum – zu stärken. Unsere Mitgliedschaft versetzt uns in die Lage, im Zentrum der Herausforderungen des geistigen Eigentums zu agieren, uns mit einer Vielzahl von Branchenakteuren auszutauschen und aktiv an internationalen Diskussionen teilzunehmen, die die Zukunft der Marken gestalten.

Diese Initiative steht im Einklang mit unserem Bestreben, noch mehr Unternehmen im Kampf gegen Online-Betrug zu unterstützen – dank unserer „Online Brand Protection“-Lösung, die ein breites Spektrum an Dienstleistungen bietet, um Domainnamen zu überwachen, die Integrität und den Ruf von Marken zu schützen und zu verteidigen. Diese Unterstützung lässt sich durch drei Kennzahlen veranschaulichen:

  • Eine Erkennungsrate irreführender und betrügerischer Domainnamen von 99,97 %,
  • Eine Erfolgsquote von 99 % bei unseren Takedown-Maßnahmen,
  • Und Nameshield ist der führende Antragsteller von UDRP-Verfahren, unabhängig vom Schiedsgericht.

Wir freuen uns darauf, Ihnen unsere Leistungen bei der nächsten INTA-Jahrestagung vorzustellen, die vom 2. bis 6. Mai 2026 in London stattfinden wird.

Wir werden Sie in Kürze mit weiteren Informationen zu dieser kommenden Ausgabe versorgen. Wichtig ist vorerst zu wissen, dass die Frühbucheranmeldungen ab dem 8. Dezember auf der INTA-Website geöffnet werden.

Im vergangenen Jahr fand die Jahreskonferenz in San Diego statt und stand unter dem Motto „Handel und geistiges Eigentum“. Ziel war es, die zentrale Rolle des geistigen Eigentums bei der Förderung von Innovation und dem wirtschaftlichen Erfolg hervorzuheben. Mit fast 10.000 Experten für geistiges Eigentum war es die größte INTA-Veranstaltung seit der Corona-Pandemie.

Auch das 148. Jahrestreffen der INTA wird wieder ein voller Erfolg und erneut die Zukunft des geistigen Eigentums prägen.

Ganz gleich, ob Sie strategische Unterstützung für den Schutz Ihrer Marke oder rechtliche Maßnahmen bezüglich Ihrer Domainnamen benötigen – Nameshield wird vor Ort sein, um sich mit Ihnen auszutauschen und Ihnen unsere Lösungen vorzustellen.

Warten Sie nicht länger: detect better, defend smarter mit Nameshield.

ICANN84: Ein Gipfeltreffen, um sechs Monate vor Öffnung der Bewerbungsphase für neue generische Top Level Domains Bilanz zu ziehen

Aufgrund der Instabilität im Nahen Osten muss Maskat im Oman ein weiteres Jahr warten, bevor es einen ICANN-Gipfel, die Leitveranstaltung der Internetverwaltung, ausrichten kann. Für seine jährlich Generalversammlung ist ICANN auf Nummer sicher gegangen und hat für sechs Tage Diskussionen, Treffen und Arbeiten an politischen Themen das renommierte Dublin Convention Center bezogen. Es handelt sich um den letzten Jahressummit der Organisation, sechs Monate vor dem Start der nächsten Bewerbungsrunde für neue generische Top-Level-Domains.


Eine Eröffnungszeremonie als Rückblick und im Zeichen des „Meitheal“

Während der Eröffnungszeremonie zog Tripti Sinha, Vorsitzende des ICANN-Vorstands, eine Parallele zwischen dem irischen Konzept „Meitheal“ – einer Gruppe von Menschen, die der Gemeinschaft dienen, indem sie Arbeiten verrichten, „die niemand allein bewältigen kann“ – und ICANN, dessen Arbeitsweise diesem Prinzip sehr ähnelt. Die Jahrestagung ist in der Tat eine Art Ernte oder Bilanz für ICANN. Zu den Ergebnissen zählte sie unter anderem:

– Die Verabschiedung des neuen strategischen Plans von ICANN für den Zeitraum 2026–2030
– Eine vorsichtige und solide Verwaltung des Budgets, die finanzielle Spielräume ermöglicht
– Das ICANN-Grant-Programm, das auf dem Auktionsfonds von 2012 basiert und 23 Projekte finanziell unterstützen wird
– Den Start einer holistischen Überprüfung der Organisation
– ICANNs Beiträge zu WSIS+20, der 20-jährigen Überprüfung des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft der Vereinten Nationen
– Und Fortschritte bei der nächsten Runde neuer generischer Top Level Domains, deren Bewerbungsfenster bereits in sechs Monaten öffnet und für die das Unterstützungsprogramm für Antragsteller bereits läuft.

Für Kurtis Linqvist, der zum dritten Mal als ICANN-CEO an einem Summit teilnimmt, war „das Jahr geprägt von komplexen Themen wie Problemen in regionalen Registern“ – hier denkt man eindeutig an das afrikanische Regionalregister AfriNIC – „und von einer komplexen Welt sowie lokalen Problemen“, welche auch ICANN-Standorte betroffen hätten, wie die Waldbrände in Los Angeles im Sommer und das Erdbeben in Istanbul. Vor diesem Hintergrund begrüßte er die Fortschritte bei den verschiedenen ICANN-Themen. Er schloss mit den Prioritäten für das kommende Jahr: „zuhören“, „Fokus auf Umsetzung“ und eine Verbesserung der internen Arbeitsweisen, „um Reibungsverluste und Verzögerungen in der Umsetzung zu vermeiden“.


Die schwierige Gleichung: Erwartungen und schnelle technologische Entwicklungen vereinen

Das Geopolitische Forum, das in der Regel einen Überblick über regulatorische Entwicklungen gibt, die Auswirkungen auf ICANN haben könnten, widmete sich diesmal WSIS+20. Mitte Dezember findet eine entscheidende Sitzung in New York im Rahmen der UN-Generalversammlung statt, um einen endgültigen Text über die Umsetzung der WSIS-Ergebnisse zu verabschieden. Thema der Diskussion bei ICANN84 war unter anderem ein inklusives Internet sowie Inhalte in den Sprachen der Nutzer.

Hinsichtlich künstlicher Intelligenz wurde mehr Transparenz der Algorithmen gefordert, um sicherzustellen, dass auch nicht dominante Sprachen berücksichtigt werden und diese Technologien für eine möglichst breite Bevölkerung nutzbar sind – unabhängig von der verwendeten Sprache. Die zunehmende Nutzung von KI, besonders bei jungen Menschen, und ihre Vorliebe für zentrale Plattformen und soziale Netzwerke wurden ebenfalls angesprochen – ein erneuter Hinweis darauf, wie schnell sich die Internetnutzung verändert.

Im Public Forum wurde ICANNs Rolle bei der „Universal Acceptance“ hinterfragt. Die Organisation will ihren Fokus stärker auf Expertise und Implementierung statt auf Sensibilisierung legen. Auch die Bedeutung von Diakritika sowie der Mangel an Orientierungshilfen zur Überbrückung der Welten von Web2 und Web3 wurden debattiert. All diese Faktoren erschweren die Aufgabe, eine Fragmentierung des Internets zu verhindern. ICANN bekräftigte sein Hauptziel: „den bestmöglichen Raum für Internet-Adressierung bereitzustellen“.


DNS-Missbrauch und dringende Zugriffsanfragen auf Registrierungsdaten

Um einen verantwortungsvolleren Markt voranzubringen, sollen im kommenden Jahr neue „Policy Development Processes“ gestartet werden, die Maßnahmen gegen DNS-Missbrauch konsolidieren.

Auf Seite der Strafverfolgungsbehörden bleibt der Zugang zu Registrierungsdaten ein heiß diskutiertes Thema. Das GAC (Governmental Advisory Committee) fordert eine verbindliche Reaktionsfrist – vermutlich in Stunden – in den Verträgen der Domain-Provider.


Heißes Thema: neue Runde für generische Top-Level-Domains

Es entging niemandem, dass das dominierende Thema der ICANN84 die Einführung einer neuen Bewerbungsphase war – angekündigt für April 2026. Schon beim Betreten des Gebäudes begrüßte Besucher ein Hinweis: „Ready to apply for a generic extension?“ – für Veteranen des Launches von 2012 eine überraschend diskrete Kommunikation.

Das Thema durchzog einen Großteil der Sitzungen.
Ein Erfolgspunkt: das Applicant Support Program für potenzielle Bewerber mit finanziellen oder organisatorischen Einschränkungen. Bereits 115 Bewerbungen, davon 2 vollständig genehmigt, wurden eingereicht. Die meisten stammen aus Asien, gefolgt von Nordamerika. 2012 waren es nur drei Bewerbungen gewesen.

Allerdings wurde auf der ICANN84 auch sichtbar, dass das Programm Verzögerungen erfährt – angesprochen im Public Forum. Dazu gehören etwa:

– die Überprüfung von Backend-Dienstleistern
– die Bereitstellung des finalen Registry-Vertrags, die erst im März erfolgen könnte


Der ICANN-Vorstand verabschiedet das Application Guidebook

Am Ende der Woche begrüßte die Community die Verabschiedung des Application Guidebook während der öffentlichen Abschlusssitzung durch einen sich im Umbruch befindlichen Vorstand. Auch wenn noch Ergänzungen bis Jahresende folgen sollen, gilt das Dokument nun als Referenz.

Becky Burr, scheidendes Vorstandsmitglied, erinnerte daran, dass 197 Meetings zur Erstellung des nahezu 400 Seiten langen Dokuments stattfanden und fünf öffentliche Kommentierungsrunden durchgeführt wurden. Ebenfalls erwähnenswert: die Verabschiedung von Maarten Botterman und Chris Chapman aus dem Vorstand.


Unser Kommentar

ICANN hat noch kein offizielles Datum für die Einreichungsphase der neuen generischen Top Level Domains – und somit der .brand-Projekte – bestätigt. Möglich wäre der 27. April, mit einer Dauer von 12–15 Wochen, oder länger, falls technische Evaluierungen oder Vertragsveröffentlichungen zu knapp vor Start stehen.

ICANN versichert jedoch, dass der April-Start stattfinden wird. Das endgültige Datum soll im Dezember offiziell werden.

➡️ Die Frist für diese neue Chance rückt schnell näher.

Auch wenn die Entscheidung nicht einfach ist, sollte jedes Unternehmen diese einmalige Gelegenheit bedenken:
➡ eigene Internet-Top Level Domains
➡ eigener exklusiver Namensraum

Dies erfordert:
✔ ein klar definiertes Projekt
✔ die richtigen Ansprechpartner
✔ vorausschauend geplante Budgets

Um ein solches Projekt erfolgreich und wirtschaftlich zu realisieren, braucht es erfahrene Partner. Nameshield, führender europäischer Anbieter, begleitet Sie mit Expertise über den gesamten Lebenszyklus eines solchen Vorhabens. Lassen sie uns das jetzt gemeinsam weiter besprechen.

Entdecken Sie unsere Webseite, um alles über .BRAND zu erfahren

Seit mehreren Wochen informiert Sie Nameshield über die von der ICANN eröffnete Möglichkeit, Ihre personalisierte Internet-Endung zu übernehmen und damit ab 2026 Ihr digitales Ökosystem neu zu definieren und zu kontrollieren. Der Bewerbungszeitraum rückt näher: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich zu positionieren, um Ihr Projekt erfolgreich umzusetzen.

Die .BRAND richtet sich an jede Marke, die sich in ihrem Markt differenzieren möchte. Als echter Hebel für Innovation, Vertrauen, Kontrolle und Sicherheit ermöglicht Ihnen dieses ambitionierte Projekt, den Wert Ihrer Marke optimal zur Geltung zu bringen.

Um diese Chance umfassend zu verstehen, lädt Nameshield Sie ein, unsere neue, speziell dem Thema gewidmete Webseite zu besuchen.

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zu folgenden Themen:

  • Warum sollten Sie Ihre eigene .BRAND einführen?
  • Was ist eine .BRAND und was bedeutet die neue Bewerbungsrunde für personalisierte Top Level Domains, die die ICANN ab dem kommenden Jahr anbietet?
  • Die wichtigsten Meilensteine im Projekt zur Einführung einer .BRAND sowie die Notwendigkeit, sich bereits heute darauf vorzubereiten.
  • Was Nameshield Ihnen als Partner bietet – sowohl in Bezug auf die Begleitung und Steuerung Ihres Projekts als auch auf das Management, um Ihnen eine maßgeschneiderte und durchgängige Unterstützung zu gewährleisten.

Sie können außerdem all unsere Formate einsehen: die neuesten Blogartikel zum Thema, ein Webinar als Replay sowie ein Onepager zum Download.

Während die ICANN 84 im Oktober stattfinden wird, plant das Team des New-gTLD-Programms dieser Organisation, weitere Informationen zur Umsetzung des Bewerbungsprogramms für personalisierte Endungen bekannt zu geben – insbesondere zu den seit der ICANN 83 vorgenommenen Aktualisierungen sowie zu bewährten Vorgehensweisen.

Bleiben Sie also dran, um nichts zu verpassen! Nameshield wird Sie selbstverständlich über die Weiterentwicklungen des Bewerbungsprogramms auf dem Laufenden halten, um Sie bestmöglich zu begleiten.

Treffen Sie das Nameshield Team in München auf der IP Service World (24.-25. November) 

Unsere Online Brand Protection Spezialisten kommen im November nach München zur IP Service World! Mit dabei haben sie DAS Thema im Gepäck, das die Domainbranche gerade umtreibt: die Öffnung eines neuen Registrierungsfensters für dotBrands nach 14 Jahren Wartezeit.  

Mit einer dotBrand (auch .BRAND oder .MARKE geschrieben) besteht die einmalige Chance, eine Domainendung zu erwerben, die identisch mit dem eigenen Markennamen ist. Sie gibt Markeninhabern die Möglichkeit, über Internetadressen zu verfügen, die auf den Namen ihrer Marke enden (z.B. domain.brand). Durch die Einrichtung einer dotBrand besitzt der Markeninhaber eine strategische gTLD, die sein exklusives digitales Territorium sein wird.  

Nur authentische Webseiten haben die Möglichkeit, unter der TLD ihrer Marke zu erscheinen, was die Orientierung für Kunden und Partner wesentlich einfacher macht: Cybersquatting ist im Hoheitsgebiet der eigenen dotBrand damit ausgeschlossen. DotBrands sind damit ein echtes Plus in Sachen Kundenvertrauen, da der Erwerber die volle Kontrolle über den Domainnamenraum der Marke hat  

Joelle Samaké leitet am 25. November einen Roundtable in der Sektion Strategy und Management – Seien Sie dabei, diskutieren Sie mit und prüfen Sie anhand unseres Quick Checks, wie das Thema dotBrand die Markenarbeit in Ihrem Unternehmen erleichtern kann – it’s now or never! 

Treffen Sie uns auf der IP Service World in München
Roundtable: Now or never – gamechanging online brand protection via dotBrand

P.S: Für unsere Kunden und Partner haben wir als Sponsor einige Freitickets zur Verfügung – bitte sprechen Sie uns einfach direkt an. 

mysecurityevent Stuttgart (18.-20.11.) – sind Sie dabei?

Als Vorreiter in Sachen sichere Domains ist es uns eine Ehre, dieses Jahr wieder auf dem mysecurityevent in den Austausch mit der Cybersecurity-Community zu treten. Dieses Mal geht es in den Süden von Deutschland und zwar nach Stuttgart, um dort mit Fachexperten das Thema Security in der digitalen Welt voranzutreiben.

Neben unserer Hochsicherheitslösung für Ihre strategisch relevanten Domains ‚Bastion DNS‘, haben wir unsere brandneue Studie „E-Mail Sicherheit in der Versicherungsbranche“ im Gepäck! Sie dürfen gespannt sein. Und natürlich darf Pulpi auch nicht fehlen – unser Maskottchen, das durch seine Abenteuer im Cyberversum spielerisch über die Risiken des Internets aufklärt.

Seien Sie bei diesen wichtigen Themen dabei – unsere Kunden und Partner profitieren von Gratistickets (Achtung! Nur in begrenzter Stückzahl verfügbar, sprechen Sie uns gerne an.)

Mysecurityevet vom 18.-20.11.2025 in Stuttgart
Event für mehr Cybersecurity Fachwissen

Online-Markenschutz in 2025 : In unseren kompakten Info-Sheets ‚In fünf Minuten erklärt‘ erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Zurückgewinnung von Domains

Online Brand Protection / Online Markenschutz: Backorder - Rückkauf von Domainnamen - UDRP Verfahren - URS Verfahren

Laut dem Domain Name Industry Brief waren im zweiten Quartal 2025 weltweit nicht weniger als 371,7 Millionen Domain-Namen über alle Top-Level-Domains (TLDs) hinweg registriert. Den eigenen Domainnamen zu sichern, ist deshalb ein entscheidender Schritt, um Ihrer Marke Sichtbarkeit, eine klare Identität und eine starke Online-Präsenz zu geben.

Doch bei der Registrierung hört es nicht auf: In einer Welt, in der Sichtbarkeit und Reputation von Unternehmen vor allem online entschieden werden, ist der Schutz von Marken ein strategischer Hebel. Er sichert nicht nur die Kontinuität Ihrer digitalen Services, sondern stärkt auch das Vertrauen Ihrer Kunden.

Denn der Wert einer Marke zeigt sich heute mehr denn je in ihrer Resilienz – also in der Fähigkeit, sich gegen betrügerische Websites und zunehmend raffinierte Cyberbedrohungen zu behaupten.

Untätigkeit stellt ein echtes Risiko dar

Wer heute seine Marke nicht aktiv schützt, setzt sich einer ganzen Reihe von Gefahren und direkten Folgen aus:

  • Verlust von Umsatz
  • Schädigung des Markenimages
  • Vertrauensverlust bei Kunden durch eine beschädigte Reputation
  • Kompromittierung der IT-Systeme
  • rechtliche Risiken …

Kurz gesagt: Nichtstun kann schnell sehr teuer werden – finanziell, technisch und im Hinblick auf das Vertrauen, das Ihre Marke bei Kunden genießt

Für Unternehmen ist es entscheidend, Maßnahmen zur Cybersicherheit einzusetzen, um Betrugsversuche und Cyberangriffe frühzeitig zu erkennen und schnell darauf reagieren zu können. Ein wirksamer Schutz reduziert nicht nur die möglichen Auswirkungen eines Angriffs, sondern stärkt auch die Resilienz der Marke – durch mehr Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit, souverän mit Vorfällen umzugehen, deren Tragweite oft erst im Nachhinein sichtbar wird.

Denn: Untätigkeit ist riskanter als Unsicherheit. Wer vorbereitet ist, bleibt handlungsfähig – wer es nicht ist, wird angreifbar.
Sich zu informieren, bewährte Praktiken zu kennen und die richtigen Maßnahmen zum Schutz der eigenen Marke einzuleiten, ist daher ein entscheidender Vorteil, um Angreifern stets einen Schritt voraus zu sein.

Markenschutz verstehen und Herausforderungen frühzeitig erkennen – mit unseren kompakten Info-Sheets ‚In fünf Minuten erklärt‘

Um Unternehmen dabei zu unterstützen, die vielfältigen Herausforderungen rund um den Schutz ihrer Marke besser zu verstehen – und die passenden Lösungen kennenzulernen – stellt Nameshield eine neue Reihe von kompakten Infoblättern bereit: „In fünf Minuten erklärt“.

Diese kurzen, leicht verständlichen Inhalte bieten Ihnen einen schnellen und praxisnahen Überblick über verschiedene Maßnahmen, mit denen Sie beispielsweise einen Domainnamen zurückerlangen und Ihre Marke im Netz wirksam schützen können.

  • Backorder: Beim Backorder wird ein Domainname überwacht, der von einem Dritten gehalten wird. Verlängert dieser den Namen nicht, fällt er zurück in den öffentlichen Bestand – und kann dann automatisch geordert werden.
  • Rückkauf von Domainnamen: In diesem Infoblatt erfahren Sie in wenigen Minuten, wie der Kauf eines Domainnamens abläuft, wenn dieser bereits rechtmäßig von einem Dritten registriert wurde.
  • UDRP-Verfahren: Das von der ICANN eingeführte außergerichtliche Verfahren UDRP (Uniform Domain-Name Dispute Resolution Policy) ermöglicht es, offensichtliche und unbestreitbare Markenrechtsverletzungen zu ahnden, die durch die Registrierung identischer oder ähnlicher Domainnamen durch Dritte entstehen. Es findet Anwendung auf generische Domains (gTLDs), new gTLDs sowie auf Länderdomains (ccTLDs), deren Registries die UDRP-Prinzipien anerkennen.
  • URS-Verfahren: Das URS-Verfahren (Uniform Rapid Suspension System) ist das neueste Streitbeilegungsverfahren im Bereich der Domainnamen. Es wurde von der ICANN speziell für die new gTLDs eingeführt und ermöglicht eine schnelle Suspendierung von Domains bei klaren Markenrechtsverletzungen.
Bauen Sie eine effektive Verteidigungsstrategie auf

Diese Materialien zeigen, wie Sie eine stimmige und maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie entwickeln können. Dabei unterstützen wir Sie gerne mit einem individuellen Beratungsansatz, der sich an Ihren konkreten Bedürfnissen orientiert.

Gerade heute ist es unverzichtbar, die strategischen Domainnamen Ihres Unternehmens wirksam zu schützen. Dazu gehört, eine aktive Überwachung aufzubauen, um Angriffe so früh wie möglich zu erkennen, sowie sich über bewährte Cybersecurity-Praktiken zu informieren.

Denn: Ihre Marke online zu verteidigen heißt, ihr Wertvollstes zu bewahren – ihre Authenzität, ihre Präsenz, ihre Sichtbarkeit – und damit das Vertrauen Ihrer Kunden.

30 Jahre Erfahrung im Schutz digitaler Markenwelten

Mit über 30 Jahren Erfahrung im Bereich Online-Markenschutz unterstützt Nameshield seine Kunden dabei, ihr digitales Territorium vor immer zahlreicheren Angriffen zu schützen, zu überwachen und zu verteidigen.

Unsere Lösungen im Bereich Online Brand Protection helfen Unternehmen, die Resilienz ihrer Marke im Netz nachhaltig zu stärken. Dafür kombinieren wir leistungsstarke und praxisnahe Tools mit der Expertise unseres Beratungsteams. So können Marken ihre Integrität bewahren und ihre Rechte konsequent durchsetzen.

Haben Sie Fragen oder möchten Sie die Unterstützung von Nameshield in Anspruch nehmen? Unser Team steht Ihnen gerne zur Seite – schreiben Sie uns einfach hier.