Unter den offenen Fragen rund um das neue Bewerbungsfenster für neue generische Domains haben sich viele von uns gefragt, wann die ICANN, die Internet-Verwaltungsbehörde, einen genauen Termin für den ersten Tag der Einreichung künftiger Bewerbungsunterlagen bekannt geben würde.
Die Ankündigung erschien in einem Artikel im ICANN-Blog, verfasst von Kurtis Linqvist, dem Präsidenten und CEO der ICANN. Darin heißt es, dass 2025 ein Jahr bemerkenswerter Fortschritte bei der Umsetzung des Programms für neue generische Top-Level-Domains war, mit dem das Ziel verfolgt wird, 14 Jahre nach dem letzten Mal ein neues Bewerbungsfenster zu öffnen. Einer der entscheidenden Schritte war die Veröffentlichung des Leitfadens für Bewerber am 16. Dezember 2025. Der Leitfaden für Bewerber, ein Referenzdokument für zukünftige Bewerbungen, wurde vom ICANN-Vorstand auf der letzten öffentlichen Sitzung des ICANN84-Gipfels in Dublin genehmigt.
Kurtis Linqvist erklärt, dass sich die Bemühungen nun auf die letzte Phase der Umsetzung des Programms konzentrieren: „Wir haben uns nun verpflichtet, den Zyklus am 30. April 2026 zu eröffnen”. Die Frist für die Einreichung vollständiger Bewerbungsunterlagen beginnt somit am Donnerstag, dem 30. April, und dauert 12 bis 15 Wochen, also möglicherweise bis Juli oder sogar Anfang August. Danach ist es zu spät. Unentschlossene und Nachzügler müssen auf eine zukünftige Gelegenheit warten, die sich vielleicht in 14 Jahren wieder ergibt, wer weiß?
Zu den weiteren bemerkenswerten Ereignissen zum Jahresende 2025 gehört, dass die Frist für die Einreichung von Anträgen auf Unterstützung durch das Applicant Support Program am 19. Dezember abgelaufen ist. Dieses Programm zielt darauf ab, wirtschaftliche und technische Zugangsbarrieren abzubauen, um die globale Beteiligung und Vielfalt der Bewerber für neue Domain-Endungen zu erhöhen. Aus den von der ICANN bereitgestellten Daten geht hervor, dass 75 Bewerbungen aus den fünf ICANN-Regionen eingegangen sind:
10 Bewerbungen aus Afrika,
38 aus dem asiatisch-pazifischen Raum,
1 aus Lateinamerika und der Karibik,
6 aus Europa und
20 aus Nordamerika.
Im Jahr 2012 gingen für dieses damals brandneue Programm nur drei Anträge ein. Diese ersten Indikatoren zeigen, dass die Region Asien-Pazifik, die derzeit die dynamischste auf dem Domainnamenmarkt ist, auch großes Interesse an der nächsten Reihe neuer Top Level Domains zu haben scheint. Im Jahr 2012 verteilten sich die 1930 während des Bewerbungszeitraums eingereichten Bewerbungen wie folgt:
Nordamerika: 911 Bewerbungen,
Europa: 675 Bewerbungen,
Asien-Pazifik: 303 Bewerbungen,
Lateinamerika und Karibik: 24 Bewerbungen,
Afrika: 17 Bewerbungen.
Schätzungen zufolge betrafen etwa 34 % davon Bewerbungen für Marken-Endungen, sogenannte Brand TLDs.
Wie wird es 2026 aussehen? Die Antworten werden im kommenden Herbst auf dem „Reveal Day” und dem „String Confirmation Day” der ICANN bekannt gegeben.
dot MOBILE – Die neue Top Level Domain .MOBILE wurde eingeführt
Am 17. November 2025 wurde die .MOBILE-Top Level Domain für die Registrierung freigegeben und eröffnet neue Möglichkeiten für eine Vielzahl von Akteuren – darunter Unternehmen und Marken, die online sichtbar sein möchten, über E-Commerce-Plattformen, aber auch ganz allgemein für die gesamte Mobilbranche. Das Universum der Domainnamen erweitert sich somit erneut und bietet eine Chance, die für alle digitalen Player interessant sein wird. Jede Organisation, die ihre mobilen Dienste von ihrer Hauptwebsite trennen möchte, kann diese.MOBILE-Top Level Domain als wichtigen Hebel zur Differenzierung nutzen.
Der Einführungsplan für die TLD .MOBILE ist in vier Phasen unterteilt:
Die erste Phase, die Sunrise Period, ermöglicht es einer begrenzten Zielgruppe, sich die gewünschten .mobile-Domainnamen zu sichern – vom 17. November 2025 bis zum 17. Dezember 2025. Markeninhaber, deren Marken beim TMCH (Trademark Clearinghouse) registriert sind, haben in dieser Einführungsphase Vorrang bei der Registrierung.
Anschließend folgt die zweite Phase, die Telco Limited Registration Period (LRP), vom 18. Dezember 2025 bis zum 3. Februar 2026.
Die dritte Phase, die Early Access Period, findet vom 4. bis 18. Februar 2026 statt. Während dieser Zeit können stark nachgefragte Domainnamen noch vor der allgemeinen Verfügbarkeit zu fallenden Preisen registriert werden.
Schließlich ermöglicht die letzte Phase – die Public Phase – allen Interessierten den Erwerb einer.mobile-Domain. Diese Phase ist ohne Vorbedingungen für jedermann zugänglich und folgt dem Prinzip „First come, first served“. Ab dem 19. Februar 2026 können alle Marken und Unternehmen, die an diesem Schritt interessiert sind, ihre „mobile“ Präsenz dank dieser neuen Top Level Domain stärken.
Verpassen Sie nicht diese Chance: Sichern Sie sich eine .mobile-Domain, um Ihren Ruf zu schützen, Ihre digitale Legitimität zu gewährleisten und Ihre Wettbewerbsfähigkeit online zu stärken.
Wenn Sie Unterstützung bei der Registrierung einer .mobile-Domain wünschen oder einfach neugierig sind, welche Vorteile diese Erweiterung für Ihre Marke bietet, kontaktieren Sie das Nameshield-Team – wir beantworten gerne all Ihre Fragen.
Aufgrund der Instabilität im Nahen Osten muss Maskat im Oman ein weiteres Jahr warten, bevor es einen ICANN-Gipfel, die Leitveranstaltung der Internetverwaltung, ausrichten kann. Für seine jährlich Generalversammlung ist ICANN auf Nummer sicher gegangen und hat für sechs Tage Diskussionen, Treffen und Arbeiten an politischen Themen das renommierte Dublin Convention Center bezogen. Es handelt sich um den letzten Jahressummit der Organisation, sechs Monate vor dem Start der nächsten Bewerbungsrunde für neue generische Top-Level-Domains.
Eine Eröffnungszeremonie als Rückblick und im Zeichen des „Meitheal“
Während der Eröffnungszeremonie zog Tripti Sinha, Vorsitzende des ICANN-Vorstands, eine Parallele zwischen dem irischen Konzept „Meitheal“ – einer Gruppe von Menschen, die der Gemeinschaft dienen, indem sie Arbeiten verrichten, „die niemand allein bewältigen kann“ – und ICANN, dessen Arbeitsweise diesem Prinzip sehr ähnelt. Die Jahrestagung ist in der Tat eine Art Ernte oder Bilanz für ICANN. Zu den Ergebnissen zählte sie unter anderem:
– Die Verabschiedung des neuen strategischen Plans von ICANN für den Zeitraum 2026–2030 – Eine vorsichtige und solide Verwaltung des Budgets, die finanzielle Spielräume ermöglicht – Das ICANN-Grant-Programm, das auf dem Auktionsfonds von 2012 basiert und 23 Projekte finanziell unterstützen wird – Den Start einer holistischen Überprüfung der Organisation – ICANNs Beiträge zu WSIS+20, der 20-jährigen Überprüfung des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft der Vereinten Nationen – Und Fortschritte bei der nächsten Runde neuer generischer Top Level Domains, deren Bewerbungsfenster bereits in sechs Monaten öffnet und für die das Unterstützungsprogramm für Antragsteller bereits läuft.
Für Kurtis Linqvist, der zum dritten Mal als ICANN-CEO an einem Summit teilnimmt, war „das Jahr geprägt von komplexen Themen wie Problemen in regionalen Registern“ – hier denkt man eindeutig an das afrikanische Regionalregister AfriNIC – „und von einer komplexen Welt sowie lokalen Problemen“, welche auch ICANN-Standorte betroffen hätten, wie die Waldbrände in Los Angeles im Sommer und das Erdbeben in Istanbul. Vor diesem Hintergrund begrüßte er die Fortschritte bei den verschiedenen ICANN-Themen. Er schloss mit den Prioritäten für das kommende Jahr: „zuhören“, „Fokus auf Umsetzung“ und eine Verbesserung der internen Arbeitsweisen, „um Reibungsverluste und Verzögerungen in der Umsetzung zu vermeiden“.
Die schwierige Gleichung: Erwartungen und schnelle technologische Entwicklungen vereinen
Das Geopolitische Forum, das in der Regel einen Überblick über regulatorische Entwicklungen gibt, die Auswirkungen auf ICANN haben könnten, widmete sich diesmal WSIS+20. Mitte Dezember findet eine entscheidende Sitzung in New York im Rahmen der UN-Generalversammlung statt, um einen endgültigen Text über die Umsetzung der WSIS-Ergebnisse zu verabschieden. Thema der Diskussion bei ICANN84 war unter anderem ein inklusives Internet sowie Inhalte in den Sprachen der Nutzer.
Hinsichtlich künstlicher Intelligenz wurde mehr Transparenz der Algorithmen gefordert, um sicherzustellen, dass auch nicht dominante Sprachen berücksichtigt werden und diese Technologien für eine möglichst breite Bevölkerung nutzbar sind – unabhängig von der verwendeten Sprache. Die zunehmende Nutzung von KI, besonders bei jungen Menschen, und ihre Vorliebe für zentrale Plattformen und soziale Netzwerke wurden ebenfalls angesprochen – ein erneuter Hinweis darauf, wie schnell sich die Internetnutzung verändert.
Im Public Forum wurde ICANNs Rolle bei der „Universal Acceptance“ hinterfragt. Die Organisation will ihren Fokus stärker auf Expertise und Implementierung statt auf Sensibilisierung legen. Auch die Bedeutung von Diakritika sowie der Mangel an Orientierungshilfen zur Überbrückung der Welten von Web2 und Web3 wurden debattiert. All diese Faktoren erschweren die Aufgabe, eine Fragmentierung des Internets zu verhindern. ICANN bekräftigte sein Hauptziel: „den bestmöglichen Raum für Internet-Adressierung bereitzustellen“.
DNS-Missbrauch und dringende Zugriffsanfragen auf Registrierungsdaten
Um einen verantwortungsvolleren Markt voranzubringen, sollen im kommenden Jahr neue „Policy Development Processes“ gestartet werden, die Maßnahmen gegen DNS-Missbrauch konsolidieren.
Auf Seite der Strafverfolgungsbehörden bleibt der Zugang zu Registrierungsdaten ein heiß diskutiertes Thema. Das GAC (Governmental Advisory Committee) fordert eine verbindliche Reaktionsfrist – vermutlich in Stunden – in den Verträgen der Domain-Provider.
Heißes Thema: neue Runde für generische Top-Level-Domains
Es entging niemandem, dass das dominierende Thema der ICANN84 die Einführung einer neuen Bewerbungsphase war – angekündigt für April 2026. Schon beim Betreten des Gebäudes begrüßte Besucher ein Hinweis: „Ready to apply for a generic extension?“ – für Veteranen des Launches von 2012 eine überraschend diskrete Kommunikation.
Das Thema durchzog einen Großteil der Sitzungen. Ein Erfolgspunkt: das Applicant Support Program für potenzielle Bewerber mit finanziellen oder organisatorischen Einschränkungen. Bereits 115 Bewerbungen, davon 2 vollständig genehmigt, wurden eingereicht. Die meisten stammen aus Asien, gefolgt von Nordamerika. 2012 waren es nur drei Bewerbungen gewesen.
Allerdings wurde auf der ICANN84 auch sichtbar, dass das Programm Verzögerungen erfährt – angesprochen im Public Forum. Dazu gehören etwa:
– die Überprüfung von Backend-Dienstleistern – die Bereitstellung des finalen Registry-Vertrags, die erst im März erfolgen könnte
Der ICANN-Vorstand verabschiedet das Application Guidebook
Am Ende der Woche begrüßte die Community die Verabschiedung des Application Guidebook während der öffentlichen Abschlusssitzung durch einen sich im Umbruch befindlichen Vorstand. Auch wenn noch Ergänzungen bis Jahresende folgen sollen, gilt das Dokument nun als Referenz.
Becky Burr, scheidendes Vorstandsmitglied, erinnerte daran, dass 197 Meetings zur Erstellung des nahezu 400 Seiten langen Dokuments stattfanden und fünf öffentliche Kommentierungsrunden durchgeführt wurden. Ebenfalls erwähnenswert: die Verabschiedung von Maarten Botterman und Chris Chapman aus dem Vorstand.
Unser Kommentar
ICANN hat noch kein offizielles Datum für die Einreichungsphase der neuen generischen Top Level Domains – und somit der .brand-Projekte – bestätigt. Möglich wäre der 27. April, mit einer Dauer von 12–15 Wochen, oder länger, falls technische Evaluierungen oder Vertragsveröffentlichungen zu knapp vor Start stehen.
ICANN versichert jedoch, dass der April-Start stattfinden wird. Das endgültige Datum soll im Dezember offiziell werden.
➡️ Die Frist für diese neue Chance rückt schnell näher.
Auch wenn die Entscheidung nicht einfach ist, sollte jedes Unternehmen diese einmalige Gelegenheit bedenken: ➡ eigene Internet-Top Level Domains ➡ eigener exklusiver Namensraum
Dies erfordert: ✔ ein klar definiertes Projekt ✔ die richtigen Ansprechpartner ✔ vorausschauend geplante Budgets
Um ein solches Projekt erfolgreich und wirtschaftlich zu realisieren, braucht es erfahrene Partner. Nameshield, führender europäischer Anbieter, begleitet Sie mit Expertise über den gesamten Lebenszyklus eines solchen Vorhabens. Lassen sie uns das jetzt gemeinsam weiter besprechen.
Seit mehreren Wochen informiert Sie Nameshield über die von der ICANN eröffnete Möglichkeit, Ihre personalisierte Internet-Endung zu übernehmen und damit ab 2026 Ihr digitales Ökosystem neu zu definieren und zu kontrollieren. Der Bewerbungszeitraum rückt näher: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich zu positionieren, um Ihr Projekt erfolgreich umzusetzen.
Die .BRAND richtet sich an jede Marke, die sich in ihrem Markt differenzieren möchte. Als echter Hebel für Innovation, Vertrauen, Kontrolle und Sicherheit ermöglicht Ihnen dieses ambitionierte Projekt, den Wert Ihrer Marke optimal zur Geltung zu bringen.
Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zu folgenden Themen:
Warum sollten Sie Ihre eigene .BRAND einführen?
Was ist eine .BRAND und was bedeutet die neue Bewerbungsrunde für personalisierte Top Level Domains, die die ICANN ab dem kommenden Jahr anbietet?
Die wichtigsten Meilensteine im Projekt zur Einführung einer .BRAND sowie die Notwendigkeit, sich bereits heute darauf vorzubereiten.
Was Nameshield Ihnen als Partner bietet – sowohl in Bezug auf die Begleitung und Steuerung Ihres Projekts als auch auf das Management, um Ihnen eine maßgeschneiderte und durchgängige Unterstützung zu gewährleisten.
Sie können außerdem all unsere Formate einsehen: die neuesten Blogartikel zum Thema, ein Webinar als Replay sowie ein Onepager zum Download.
Während die ICANN 84 im Oktober stattfinden wird, plant das Team des New-gTLD-Programms dieser Organisation, weitere Informationen zur Umsetzung des Bewerbungsprogramms für personalisierte Endungen bekannt zu geben – insbesondere zu den seit der ICANN 83 vorgenommenen Aktualisierungen sowie zu bewährten Vorgehensweisen.
Bleiben Sie also dran, um nichts zu verpassen! Nameshield wird Sie selbstverständlich über die Weiterentwicklungen des Bewerbungsprogramms auf dem Laufenden halten, um Sie bestmöglich zu begleiten.
Im Mai war unser sympathisches Team inklusive Pulpi im schönen Hamburg auf dem Cybersecurity Summit unterwegs. Dabei hatten sie DAS Thema im Gepäck, das die Domainbranche gerade umtreibt: die Öffnung eines neuen Registrierungsfenster für dotBrands nach 14 Jahren Wartezeit.
Mit einer dotBrand (auch .BRAND oder .MARKE geschrieben) besteht die einmalige Chance, eine Domainendung zu erwerben, die identisch mit dem eigenen Markennamen ist. Sie gibt Markeninhabern die Möglichkeit, über Internetadressen zu verfügen, die auf den Namen ihrer Marke enden (z. B. domain.brand). Durch die Einrichtung einer dotBrand besitzt der Markeninhaber eine strategische gTLD, die sein exklusives digitales Territorium sein wird.
Für die Registrierung einer dotBrand sprechen aus Marketing- und IT-Security Sicht einige Vorteile:
Führungsanspruch und Markenprägnanz zeigen durch unverwechselbare und kurze URLs mit der eigenen Marke als Absender
ein echtes Plus in Sachen Kundenvertrauen, da der Erwerber die volle Kontrolle über den Domainnamenraum der Marke hat
nur authentische Webseiten haben die Möglichkeit, unter der TLD ihrer Marke zu erscheinen, was die Orientierung für Kunden und Partner wesentlich einfacher macht
Cybersquatting ist im Hoheitsgebiet der eigenen dotBrand damit ausgeschlossen
die Kontrolle über die verwendeten Sicherheitsstandards liegt komplett in eigener Hand, da der Erwerber zu seiner eigenen Registry wird
da noch nicht alle Unternehmen über eine eigene dotBrand verfügen, stellt sie vielen Branchen einen echten Wettbewerbsvorteil dar
Wir sind wirklich gespannt, wer in der nächsten Runde dem Beispiel von Vorreitern wie Audi, Edeka oder Google folgen wird…