
Jedes Jahr stellen Cyberkriminelle ihren Angriffsplan für die Sommermonate auf. Sie nutzen die Urlaubszeiten und die allgemein nachlassende Wachsamkeit aus, um Unternehmen ins Visier zu nehmen.
Die Angriffspunkte können vielfältig sein und sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen betreffen, wobei der menschliche Faktor bei Cyberangriffen oft eine Rolle spielt. Von Betrugsmaschen rund um Klimaanlagen mitten in der Hitzewelle über Phishing-Versuche im Zusammenhang mit Steuerrückerstattungen bis hin zu betrügerischen SMS bei angeblich offenen Rechnungen – der Fantasie der Cyberkriminellen sind keine Grenzen gesetzt.
Unternehmen sind bevorzugte Ziele und aktuell besonders gefährdet. Mitarbeiter müssen daher stets sensibilisiert werden, um kostspielige und schädliche Fehler zu vermeiden.
Welche Bedrohungen Unternehmen im Sommer drohen
Beim Phishing wird ein Empfänger mit einer betrügerischen Nachricht getäuscht, um Zugangsdaten oder sensible Informationen zu stehlen. Ziel ist es, die Identität der Opfer anzueignen und zu missbrauchen. Beim Spoofing hingegen wird eine Adresse, eine Nummer oder eine Webseite gefälscht, um legitim zu erscheinen.
Slamming ist eine Variante des Phishings im Bereich der Domainnamen. Auch hier beginnt alles mit einer dringenden E-Mail. Diese drängt dazu, einen Dienst, einen Vertrag oder einen Domainnamen ohne tatsächliche Zustimmung betrügerisch auf einen anderen Anbieter umzustellen. Oft geschieht dies durch eine irreführende Aufforderung – zum Beispiel zur Verlängerung der Jahresgebühr –, die wie eine übliche und legitime Aktualisierung aussieht.
Betrügerische E-Mails, die am häufigsten als Mittel für Cyberangriffe genutzt werden, enthalten oft manipulierte Anhänge, die als PDF- oder Word-Dokumente getarnt sind und Malware oder Ransomware installieren können. Diese betrügerischen Anhänge werden als „Trojaner“ bezeichnet, da sie versuchen, die Sicherheit der IT-Systeme der Opfer so unauffällig wie möglich zu untergraben.
Alle Bedrohungen basieren auf Vertrauen und Dringlichkeit, um die Teams zu täuschen, insbesondere wenn die Personalbesetzung während der Sommermonate reduziert ist.
Domainnamen sind dann verstärkt Nachahmungen, betrügerischen Weiterleitungen und Versuchen der missbräuchlichen Registrierung ausgesetzt, was der Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit eines Unternehmens schaden kann.
Um dem bestmöglich entgegenzuwirken, wird das Verständnis jeder Art von Bedrohung durch die Sensibilisierung der Mitarbeiter zu einem wirksamen Schutzschild, um diese zu erkennen und zu verhindern.
Die Wachsamkeit im Unternehmen nachhaltig stärken
Um die mit Cyberbedrohungen verbundenen Risiken im Sommer zu minimieren, sollten mehrere einfache Verhaltensweisen im Alltag zur Gewohnheit werden:
- Schützen Sie Ihre sensiblen Informationen: Geben Sie niemals vertrauliche oder persönliche Daten weiter, ohne zuvor die Identität Ihres Gesprächspartners eindeutig überprüft zu haben.
- Seien Sie bei Anhängen wachsam: Öffnen Sie keine Dokumente, wenn Ihnen der Absender unbekannt ist.
- Überprüfen Sie Links systematisch, bevor Sie darauf klicken: Machen Sie es sich zur Gewohnheit, mit der Maus über Hyperlinks zu fahren. So wird die tatsächliche Zieladresse angezeigt und Sie können irreführende URLs entlarven.
- Behalten Sie bei dringenden Angelegenheiten einen kühlen Kopf: Cyberkriminelle nutzen oft die Eile aus (dringende Anfrage der Geschäftsleitung, ausstehende Rechnung). Geben Sie niemals dem Druck nach und nehmen Sie sich Zeit, die Situation zu analysieren.
- Führen Sie eine Gegenprüfung durch: Bei dem geringsten Zweifel an einer Nachricht nutzen Sie einen anderen Kommunikationskanal (Telefonanruf, internes Nachrichtensystem), um den vermeintlichen Absender zu kontaktieren und die Legitimität seiner Anfrage zu überprüfen.
Diese Maßnahmen verringern die Bedrohungen für Domains, die in Zeiten geringerer Wachsamkeit durch Fälschungen, betrügerische Weiterleitungen oder Identitätsdiebstahlversuche ins Visier genommen werden.
Ein hohes Maß an Wachsamkeit während der Sommermonate aufrechtzuerhalten, ist keine Option, sondern eine strategische Notwendigkeit für Unternehmen. Angesichts der zunehmenden Cyberbedrohungen bleibt die Schulung der Teams ein wichtiger Verteidigungsfaktor. Angriffe vorzubeugen ist immer viel kostengünstiger, als die Folgen einer Sicherheitslücke zu tragen – vergessen Sie also nicht, Ihr Unternehmen dafür zu sensibilisieren! Zögern Sie nicht, Nameshield zu kontaktieren, wenn Sie Fragen haben.